Text-Bild-Ansicht Band 10

Bild:
<< vorherige Seite

Thüre in Ruhe ist, 1 und 2 auf den runden Zapfen cc, Fig. 14, ruhen; wenn die Thüre aber offen ist, ruht sie entweder auf 3 d und ci, oder auf 2 c und 4 d. Der Vortheil, den man hiebei hat, ist der, daß sehr schwere Thüren, wie die meinigen sind, sich so leicht, wie Fensterflügel bewegen, und, indem sie bei ihrem Drehen sich entweder an 1 oder 2 fangen, schneller als sonst, und ohne zu große Gewalt, schließen. Thüren mit solchen Angeln und Fängen knarren und schmettern nicht.

XXXVIII. Beschreibung einer Feder-Krüke für Pendel-Uhren. Von Herrn C. Brandt.

Aus dem Transactions of the Society for the Encouragement of Arts, Manufactures and Commerce im Repertory of Arts, Manufactures and Agriculture N. 249. Februar 1823. S. 152.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Herr Brandt erhielt dafür die silberne Vulcan-Medaille.

Die Stange dieser Krüke besteht aus zwei Längen-Stüken, dd und gg, Fig. 15 und 16, die mittelst einer Schraube h an dem unteren Ende des oberen Längen-Stükes und ungefähr einen halben Zoll unter dem oberen Ende des unteren Längen-Stükes los mit einander verbunden sind. gg kann also als ein Hebel betrachtet werden, dessen Stüzpunct die Schraube ist. Eine mittelmäßig starke Feder ist an dem oberen Stüke der Stange so befestigt, daß sie bei d auf den kürzeren Arm des Hebels wirkt, und strebt, denselben aus seiner Lage zu bringen. Eine mit einem Radförmigen Köpfchen versehene Stellschraube f läuft durch die Schraubenmutter e, und wirkt auf diese Weise in einer der Wirkung der Feder entgegengesezten Richtung auf den Hebel, und sezt so den Künstler in den Stand, den Grad von Schiefheit, der zum richtigen Pendel-Schlage nothwendig ist, mit der höchsten Genauigkeit zu bestimmen, ohne daß es nöthig wäre, wie bisher, die Krüke selbst in dieser Hinsicht zu beugen, was stets zu unzwekmäßigen Resultaten führen muß.