Text-Bild-Ansicht Band 11

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kann dieß auch ein einzelner Arbeiter. Wenn die Breite desselben mehr als vier Fuß beträgt, oder vielleicht auch, wenn sie nur soviel beträgt, ist es rathsam, zwei solche Deken zu verfertigen, indem sie sonst zu schwach werden, und nicht leicht zu handhaben sind. Wo eine lange Reihe von Fenstern, oder Beeten zu deken ist, die mehrere solche Strohbedachungen fodert, ist eine Breite von ungefähr drei Fuß die bequemste.“

„Eine solche Deke hält aus doppeltem Grunde wärmer als die Matten, und als jede andere gewöhnliche Bedekung: sie vermindert nämlich die Entweichung der Wärme durch Zutritt der äußeren kalten Luft, und die Verschlingung der ersteren durch Damf-Bildung. Was den ersteren betrifft, so ist es allgemein bekannt und durch allgemeine Erfahrung bestätigt, daß bei jeder Deke, welche aus losen Bestandtheilen besteht, deren Zwischenräume mit Luft ausgefüllt sind, wie Stroh, Haar, Federn, die Entweichung der Wärme in einem größeren Grade erschwert ist, als bei dichteren Deken, die Größe und Schwere derselben übrigens gleich gesezt.“

„Matten und dergleichen Dinge, deren man sich gewöhnlich als Deke bedient, sind dichter als Stroh, und jede aus denselben verfertigte und bequem zu behandelnde Deke wird dünner, und folglich geht die Wärme durch Berührung der Theilchen derselben leichter durch, und gelangt früher an die Außenseite. Ferner läuft, da diese Bedekung wie ein Strohdach vorgerichtet ist, das Wasser leicht von der Oberfläche derselben ab, und ihr Inneres bleibt vollkommen troken, so daß keine Wärme bei der Dampf-Bildung derjenigen Theile, die zunächst am Glase liegen, verloren geht, während Matten, Tücher u. d. gl. jede Nacht von der Feuchtigkeit des Thaues, Regens Schnees durchnäßt werden, und durch ihre Berührung mit dem warmen Glase einen grossen und anhaltenden Verlust an Wärmestoff erzeugen. Man sucht diesem Nachtheile gewöhnlich dadurch abzuhelfen, daß man Stroh oder Heu auf die Matten wirft; allein, dieß ist theils zu mühsam, theils wird es zu oft vernachlässigt, theils geschieht es zu nachlässig mit bereits feuchtem Strohe, wodurch das Wasser nicht gehindert wird, die Matten zu durchdringen, und dadurch die Fenster zu kühlen.“

„Ueberdieß sind diese Arten von Strohbedekungen weit leichtet auf- und abgehoben; es geschieht in einem Augenblike, und man läuft nicht Gefahr die Glaser so oft, wie bei den gewöhnlichen Deken durch Hölzer oder Steine, die man auf dieselben auflegt, damit sie nicht weggewehet werden, zu brechen.“

„Squire Seton erdachte sich diese Bedekung für seine Früh-Gurken, bemerkt aber mit Recht, daß sie sich zu vielen anderen Garten-Zweken eben so gut benüzen läßt, und daß, mehrere solche Deken über einander gelegt, selbst in den härtesten Wintern zarte Pflanzen vor dem Froste bewahren können. – Mehrere Gärtner in Deutschland bedienen sich seit undenklichen Zeiten solcher Deken.“

Bemerkung über Ausartung der Früchte.

Im V. Bande der Transactions of the Horticultural-Society, welcher auch in Gill's technical Repository, Mai 1823 S. 315, abgedrukt ist, befindet sich ein Aufsaz. des Hrn. Turner über Ausartung der Früchte, der mit Anmerkungen des Präsidenten, Sir Th. A. Knight, und des Sekretärs der Gesellschaft, Jos. Sabine, Esq., begleitet ist. Hr. Turner führt, außer seinen eigenen neueren Erfahrungen über Ausartung der Früchte an Aepfeln und Melonen, wenn andere Sorten in der Nähe derselben standen, die Erfahrungen des ehrwürdigen alten Bradley (New Improvements in Planting and Gardening, 2. edit. p. 22), des Benj. Cook (Philosoph. Transact. Jahrg. 1745, 1748, 1749) an. Er vermuthet, im