Text-Bild-Ansicht Band 17

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Rädern mitzutheilende Kraft nach Belieben abändern, und jedem Rade eine unabhängige Umdrehung ertheilen zu können, so daß jedes Rad mit verschiedener Geschwindigkeit sich dreht, was bei dem Lenken um Eken auf der Straße, oder wo immer in krummen Linien gefahren werden muß, nothwendig ist.

Dieser Wechsel der Geschwindigkeit einzelner Räder wird durch Schieber-Klappen oder Sperrhähne hervorgebracht, durch deren Umdrehung der Apparat, durch welchen der Dampf zu den einzelnen Cylindern gelangt, erweitert oder theilweise geschlossen wird. Diese Klappen und Hähne werden entweder durch Hebel in Thätigkeit gesezt, die der Leiter oder der Maschinist unter seinen Händen führt, oder durch Stangen, welche mit der vorderen Achse in Verbindung stehen, die so eingerichtet ist, daß sie die Klappen oder Hähne öffnet oder schließt, wie sie sich um ihren Reibnagel bewegt.

Tab. III. Fig. 1, zeigt eine nach dieser Verbesserung eingerichtete Dampfkutsche von der Seite; Fig. 2, stellt dieselbe von rükwärts dar, wo die Maschine an den hinteren Rädern angebracht ist, und die Stämpel sich horizontal bewegen; Fig. 3, zeigt die vordere Achse von vorne, auf welcher die Maschinen senkrecht angebracht sind, und Fig. 4, stellt den Grundriß der Langwied, Achsen, Räder, Hebel und Maschinen dar, wo der Kasten abgehoben ist, um diese Theile deutlich darzustellen.

Die Räder, auf welchen der Wagen läuft, drehen sich, wie gewöhnlich, frei um ihre Achsen; an der inneren Seite ihrer Naben sind jedoch Zahnräder angebracht, aa. Aehnliche Zahnräder, bb, befinden sich an den äußeren Enden der Kurbelspindeln, cc, welche durch das abwechselnde Spiel der Stämpelstangen, d und e, in Bewegung gesezt werden. Die Zähne der Räder b, greifen in die Zähne der Räder a, und so wird durch die Umdrehung der Kurbel-Spindeln den Rädern, auf welchen der Wagen läuft, eine umdrehende Bewegung ertheilt.

Ein Dampfkessel oder Erzeuger wird an irgend einem bequemen Orte des Wagens angebracht, z.B., unter der hinteren