Text-Bild-Ansicht Band 17

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Material zur Verfertigung der Filtrir-Körbe.

Jedem Chemiker ist das lästige Geschäft des Filtrirens bekannt, und ich zweifle daher nicht, daß die Mittheilung eines vortheilhaften und einfachen Materials zu Verfertigung der Filtrirkörbe willkommen seyn wird. Dasselbe besteht in den sogenannten hölzernen Siebboden, wie sie besonders von Puzmacherinnen zu Verfertigung der Frauenhüte gebraucht werden, ein solcher kostet 15 kr. und gibt eine Menge Filtrirkörbe. Aus diesen Böden schneide ich Stükchen von nöthiger Größe in der Form wie Fig. 13 A, zeigt; diese biege ich trichterförmig zusammen, und nähe mit Faden die Kanten übereinander, wo ich dann die Körbe in der Form B, erhalte. Dieser Trichter kann man mehrere übereinander sezen, und sie passen auf jedes Glas. B 2. zeigt einen solchen Trichter in Arbeit; solche Trichter gewahren den großen Vortheil, daß man mit einfachem Papier filtriren kann, ohne das Durchbrechen befürchten zu müssen.

XVI. Ueber Anwendung gewisser, bisher zur Verfertigung von Retorten noch nicht gebrauchter, Materialien, und über gewisse Verbesserungen an anderen Theilen des Gasapparates; worauf Joh. Malam, Mechaniker zu Wakefield, Yorkshire, am 18. August 1823 sich ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts etc. Februar 1823. S. 57.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Hr. Malam beginnt seine Patent-Erklärung mit der Bemerkung: „daß seine neue Methode, gewisse bisher zur Verfertigung der Retorten noch nicht gebrauchte Materialien zuvörderst