Text-Bild-Ansicht Band 17

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oder auch durch Belastbarkeit der Vorderbeine entgegengesezt nach oben (– Q.) zu Gebote;

§. 5. Nach den Gesezen des dynamischen Parallelogramms, ergibt sich, aus M und Q, eine gemeinschaftliche Wirkung = P, welche die Richtung der Zugstränge besizt, und so die Bewegung des Rades bewirken kann.

§ 6. Geht nun der Zug nach vorn zu divergirend gegen die Richtung des Bodens (wie in der Zeichnung PH divergirend mit GI), so leuchtet es ein, daß nur ein Theil direkt auf die Fortbewegung und das Uebrige hebend oder tragend auf das Fuhrwerk wirkt. Sind dagegen die Zugstränge nach gewöhnlicher Art dem Boden parallel (PH # GL), so findet diese Zerlegung nicht Statt, alles wirkt geradezu auf das Fortrüken des Wagens.

Dieser Voltheil ist aber:

1) nur scheinbar, indem die Zugstränge auf diese Weise, bei gleicher Kraft, M, im Ganzen genau nur so viel Spannung erhalten können, als bei divergirender Lage, der direkt auf die Fortschreitung wirkende Krafttheil ausmacht.

2) durch die Eigenthümlichkeiten der divergirenden Lage überwogen, indem 1stens der zuvor genannte hebende oder tragende Theil des divergirenden Zuges das Fortschreiten des Wagens indirekt merklich befördert, und 2tens weil nur auf diese Weise die ganze Kraft, M, des Pferdes, unabhängig von dem Gewichte desselben, in Thätigkeit gelangen kann, was bei der gewöhnlichen Lage nicht Statt findet, da hier M, und in gleichem Maaße P, nur bis dahin steigen kann, wo + Q, als Gegengewicht von P, völlig in Anwendung gelangt ist, und aufhört das Vordertheil des Pferdes, noch im Bedarfe zum sichern Stande, auf dem Boden fest zu halten.

§. 7. Die Mechanik gibt folgende nähere Erörterungen über diesen Gegenstand: Um zuerst über das gegenseitige Verhältniß der, auf Seiten der Last und der Kraft aufgezählten, Elemente allgemein urtheilen zu können, bedarf es einer Gleichung zwischen ihnen. Dazu

A. d.h. die Kraft, welche, ohne Rüksicht auf Friction,