Text-Bild-Ansicht Band 17

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§. 14. M, die größte Kraft, mit welcher ein ziehendes Pferd die Hinterhufe von der Brust zu entfernen vermag, und

– Q, die Kraft, mit welcher ein Pferd noch über das respective Gewichte seines Körpers hinaus auf den Vorderbeinen tragen kann.

Die Ausmittelung der Zahlwerthe von beiden (M und Q) hat besondere Schwierigkeit; glüklicherweise wird für den vorliegenden Zwek nicht die absolute Zahlangabe für jedes, sondern nur ihr gegenseitiges Verhältniß gefordert, und dieses läßt sich bestimmen, wenn man annimmt, daß ein Pferd auf horizontalen Boden (Q ist, wie sich à priori schließen läßt, und sich §. 34, Gl. 2. beweist, theilweise eine Funktion der Neigung des Bodens) ohngefähr soviel Tragbarkeit in den Vorderbeinen besizen wird, als in den Hinterbeinen. Zerlegt man nämlich die Kraft M, bei G (Fig. 1.), in eine horizontale und in eine vertikale, so findet sich leztere = M Sin. (α + β); oder bei α = 35° (§. 13.) und β, wie vorausgesezt. = 0, der Vertikaldruk von Seiten der Kraft M auf die Hinterhufe = 0,57357 M = 4/7 M, nahe. Mit diesem gleich groß müßte nun, jener Voraussezung gemäß, auch – Q = 4/7 M angenommen werden. Um indeß sicher zu seyn, die sich in der Folge ergebende Verschiedenheit der Einrichtung und Wirkung der vortheilhaftesten Lage der Zugstränge, gegen die der gewöhnlichen, nicht durch Überschreiten der zuläßigen Große für – Q herbeigeführt zu haben (§. 10.), so mag – Q nur zur Hälfte dieses Werthes, = 2/7 M, angenommen werden, und folglich seyn

Q : M = 2 : 7.

Damit jedoch eine ohngefähre Controlle des zuvor gegebenen Verhältnisses angestellt werden könne, und insbesondere, weil in der Folge ein zweiter Punkt der Untersuchung auf die Frage nach der absoluten Größe von M führt, mag, wenigstens beiläufig, folgende nähere Bestimmung desselben Plaz finden:

Es sind dem Verf. keine Versuche bekannt, welche direkt oder indirekt einen Zahlwerth für M ergäben; in Ermanglung der Gelegenheit, sie anstellen zu können, mag folgender