Text-Bild-Ansicht Band 17

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halb theoretischer Weg genügen, der in seinem Resultate sicher eben die Genauigkeit gewährt, als die Vergleichung mancher über ähnliche Gegenstände angestellte Versuche zeigt, z.B. Gehler, (physikalisches Lexikon Art. Kraft), gibt die Stärke des horizontalen Zuges eines Pferdes = 175 Pfund, und nach Desagulier, = 200 Pfund an; der Bürger Regnier dagegen (Grimms Physik) will als Mittel 736 Pfund gefunden haben.

§. 16. Die Sprungweite eines Pferdes, oder eigentlicher Fig. 2. die Horizontal-Linie dn, über welche sich der Schwer-Punkt desselben bei dem Uebersezen, z.B. über einen Graben, fortbewegt, sey = w. Um seinem Körper (dessen Schwer-Punkte) a, eine Geschwindigkeit zu geben, die ihn, in der Bahn dmn, über den Raum w hinaus wirft, nimmt das sich zum Sprunge vorbereitende Pferd die Hinterhufe unter den Körper, nähert sie also dem Schwerpunkte, und gibt lezterem sodann durch Muskelkraft eine zunehmende Bewegung, in der sich die Beschleunigung, bei genauerer Erwägung der Umstände, nahe als gleichförmig zeigt. Nach jener Vorbereitung mag sich der Schwerpunkt in a befinden, und zwar auf die Hinterhufe k (den Stüzpunkt) bezogen, in derjenigen Richtung, nach welcher es die bewegende Muskelkraft anwenden wird – angenommen unter dem Winkel δ, gegen den Horizont aufsteigend. Der Schwerpunkt werde mit einer Beschleunigung G, nach der Richtung ab, getrieben. In der Zeit t würde er sodann den Raum G. = ab durchlaufen, und sich in b befinden, wenn ihn nicht die eigene Schwere um die Höhe g.t² = bd sinken machte (g = der Beschleunigung des freien Falls).

§. 17. Die Gleichung für die während der Kraftäußerung beschriebene Bahn des Körpers ist diesem gemäß

y = G.t² Sin.δg.t² .

oder auch, weil x = G.t² Cos δ und y/x wie die Fig. zeigt = Tang π ist.