Text-Bild-Ansicht Band 17

Bild:
<< vorherige Seite

des Pferdes durch den nun über 2/7 M hinaus gehenden Druk überladen, und wenigstens bei gänzlicher Unthätigkeit von M, der sodann eintretenden Last von 790 Pfund zu widerstehen unvermögend seyn. Legte man ohne das Uebergewicht der Ladung (den anfänglichen Druk der Bäume) zu ändern, die Zugstränge rükwärts niedriger, als vorn und ließe sie etwa von dem Punkte B Fig. 5. ausgehen, so würde dieses keine Unterstüzung gewähren, denn die Richtung des Zuges wird dadurch nicht steiler, indem genau soviel, als durch die Lage der Stränge unmittelbar gewonnen wird, dadurch indirekt wieder verloren geht, daß nun während des Zuges die Bäume um so weniger drüken. Wäre dabei der Punkt B so niedrig gelegt, daß der Winkel BAQ (Fig. 5.) kleiner als Ψ (eine Funktion des Übergewichtes der Ladung – §. 43 und 44.) wird, so vermag das Pferd denselben eine solche Spannung zu geben, daß die Bäume, der Richtung der Schwere entgegengesezt, nach oben wiegen.

§. 49. Bei den aufgestellten Betrachtungen über die Kraft- und Lastverhältnisse bei der bekannten Einrichtung des Fuhrwerkkarrens, wurde der Druk der Bäume so vorausgesezt, daß er für den Zustand des Berganfahrens an einem um 10° steigenden Boden = 2/7 M betrage (§. 44.). Da der Schwerpunkt der Ladung höher als die Bäume, etwa in D Fig. 5 liegt, so kann jener Druk bei der vorausgesezten Steilheit des Weges (10°) nicht soviel, als auf horizontalem Boden betragen (da dieses der bloße Anblik lehrt, so würde die weitere analytische Entwiklung überflüßig seyn), folglich muß bei der Befrachtung des Karrens in waagrechten Stande, den Bäumen eine Ueberwugt gegeben werden, welche nach den zu vermuthenden Anhöhen abgemessen in d. P. A mehr als 2/7 M beträgt, d.h. eine solche, welche das §. 44. als annehmbar aufgestellte Verhältniß übersteigt. Indeß war diese Annahme zum Vortheile der Einfachheit 1) zuläßig, da jenes 2/7 M (nach §. 14.) als ein Minimum von dem zu betrachten ist, was man annehmen darf, folglich immerhin noch einige Vermehrung verträgt, und dieses um so höher, da dem vorigen §. gemäß, während