Text-Bild-Ansicht Band 17

Bild:
<< vorherige Seite

Hr. Hume sagte, daß er, als Mitglied des Ausschusses über das Maschinen-Wesen, durchaus damit einverstanden ist, daß dieser Gegenstand äußerst wichtig ist, und daß alle Parteien ehe gehört werden müssen, ehe das Gesez abgeändert werden kann; obschon er übrigens bisher auf Nichts gestoßen wäre, was ihn von seiner längst gefaßten Meinung abbringen könnte, daß nämlich die Geseze hinsichtlich der Maschinen-Ausfuhr gleichen Schritt mit jenen Verbesserungen halten müssen, welche die Grundsäze und die Politik des Handels in den neueren Zeiten erhielten. Er bekenne jedoch, daß er, in diesem Augenblike, nicht auf einen Widerruf des Ausfuhr-Verbothes dringen wolle, indem der Lärm dagegen so allgemein ist: ohne diesen würde er aber diesen Widerruf vorgeschlagen haben.

Wir freuen uns herzlich die Fabrikanten Englands endlich zur Erkenntniß der Gefahr gelangt zu sehen, die ihnen allen droht, wenn die Geseze, durch welche die Ausfuhr der Maschinen verbothen ist, widerrufen würden; zu sehen, daß auch Hr. Hume, in Hinsicht auf den allgemeinen Lärm, der hierüber entstanden ist, nicht geneigt ist auf den Widerruf der Ausfuhr-Verbothe der Maschinen zu dringen, oder denselben zu beschleunigen. Wir wünschen uns Glük, daß wir Alles gethan haben, was an uns lag, um diesen höchst wichtigen Gegenstand zur Kenntniß des Publikums zu bringen, und sind überzeugt, daß, würde man weiter auf der Idee des Widerrufes des Ausfuhr-Verbothes bestehen, die Tische des Hauses mit Gegenvorstellungen überschüttet werden würden. Das Land leidet gegenwärtig genug durch die Folgen der Erlaubniß, die man den Fabrik-Arbeitern gab, sich selbst und ihre Kenntnisse und Geschiklichkeit in das Ausland zu exportiren, weil es daselbst überall an Arbeitern fehlt, die Maschinen verfertigen können, so wie bei uns, bei der großen Nachfrage an Maschinen von allen Seiten, es gleichfalls an Händen fehlt. Viele unserer Fabrik-Arbeiter, welche ausgewandert sind, haben des traurigen Lebens auf dem festen Lande herzlich satt, und können sich nicht unter das Joch desselben noch länger schmiegen; sie sehen, daß sie jezt, nachdem man sich ihrer Kenntnisse bemächtigt hat, nicht mehr so geachtet sind, wie sie es Anfangs waren; sie sehen sich in ihren Hoffnungen getäuscht, sind ihres Aufenthaltes im Auslande herzlich müde, und wünschen nichts sehnlicher als Mittel zu finden, wieder, sobald möglich, nach England zurükkehren zu können. Da es uns selbst gegenwärtig so sehr an Arbeitern fehlt, so würde die Regierung sehr klug thun, wenn sie denselben, sobald als möglich, diese Mittel verschaffte.

Was die freie Ausfuhr der Maschinen betrifft, so müssen wir gestehen, daß die möglichen Vortheile derselben wirklich höchst unbedeutend sind, wenn man sie mir den wirklichen Nachtheilen vergleicht, die sie unvermeidlich über uns bringen müssen. Allerdings werden einige Maschinen-Fabrikanten anfangs durch die freie Ausfuhr der Maschinen gewinnen; allein sie bedürfen keiner neuen Bestellungen aus dem Auslande, indem sie bereits mehr Bestellungen haben, als sie, wegen Mangels an Händen, nicht bestreiten können. Ueberdieß bestehen bereits ähnliche Maschinen-Fabriken, wie die unsrigen, auf dem festen Lande, und vermehren daselbst sich täglich. Wenn wir sie daher mit Muster-Maschinen versehen, so werden sie sich nicht mehr an uns wenden, und ihren Bedarf sich selbst verfertigen. (Aus Hrn. Gill's technical Repository. Juli 1825. S. 28.)