Text-Bild-Ansicht Band 37

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mit welchem sie aufgehängt wird; cde ist der Hebel, welcher auf der Schnur, gh, ruht, und dem Rüklaufe des Gewichtes, f, vorbeugt. Die kleine Schnur, i, dient die größere, oder das Seil, frei zu machen, wenn das Gewicht herabgelassen werden soll. Der Schuh, oder das Stük, e, ist ausgehöhlt, und mit dem Heber durch ein Gewinde verbunden, damit er einen desto größeren Theil der Schnur umfaßt. Wenn die Rolle aufgehängt ist, und in senkrechter Lage arbeitet, ist das Gewicht des Stükes, e, welches aus Metall ist, hinreichend, den Hebel, oder vielmehr den Schuh in Berührung mit dem Seile zu erhalten; in jeder anderen Lage ist aber eine kleine Feder zu diesem Ende nothwendig.

V. Vorrichtung um den Schwerpunkt der Mühlsteinläufer zu finden, und dadurch die erschütternde Bewegung derselben zu beseitigen.

Von Hrn. Mechaniker Späth in Nürnberg.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Diese Vorrichtung besteht in Folgendem: In Fig. 1. ist ein Läuferstein auf seiner obern Seite liegend im Durchschnitt vorgestellt, worin sich die Haue (Rihn, fer de moulin) ab befindet, in der das Mühleisen cd stekt, auf welchem der obere Arm ef des Krahns efmghi, aufsizt, und in dessen unterm Arm mghi die Reißspize kl sich befindet, durch welche die Unebenheiten der mahlenden Fläche des Steins sogleich sichtbar werden, wenn der Krahn um das Mühleisen herumgedreht wird. Die Einrichtung dieses Krahns hat gewöhnlich den Fehler, daß der untere Arm nicht an derjenigen Stelle des Mühleisens anliegt, welche im Buchs (Büchse, boëte) des Bodensteins läuft, und daher leicht Unrichtigkeiten erzeugt. Es ist daher nothwendig, diesen Arm bei h abwärts zu kröpfen, damit die Gabel m Fig. 1 und Fig. 1*. genau an den im Buchs laufenden Theil des Mühleisens komme, was dadurch erhalten wird, daß die Schraube f im obern Arm geöffnet und die darin stekende Stange, woran der untere Arm sich befindet, gehörig verschoben wird.

Nachdem die mahlende Fläche des Läufersteins genau abgerichtet oder geebnet ist, muß folgende Vorrichtung, die in Fig. 2. in ihren einzelnen Theilen abgebildet ist, angewendet werden, um den Schwerpunkt des Läufers zu finden. Diese Vorrichtung besteht nach Fig. 2. aus 2 Schrauben g und h und 3 Steegen von Eisen ab, cd und ef. Der untere Steeg ab hat eine runde 4 bis 5 Zoll weite Oeffnung mit 2 Schlizen bei a und b, in welche der vierekige Ansaz der Schrauben g und h, der sich zwischen dem Schraubenkopf und dem Gewind befindet