Text-Bild-Ansicht Band 37

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indem wir so viele andere treffliche Vorrichtungen zur Heizung der Glashäuser und Bäder besizen, mit welchen jene des Patent-Trägers weder in Hinsicht auf Wohlfeilheit und Bequemlichkeit, noch in Hinsicht auf Erfolg verglichen werden kann. Wir wollen hier nur an die tragbaren Bäder des Hrn. Dean in Regent-Street erinnern (auf welche der Wundarzt Hicks, Conduit-Street ein Patent genommen hat), die durch einen in ihnen selbst angebrachten Ofen geheizt werden,13)welcher in vieler Hinsicht sehr waker ausgeführt ist; an die großen Verbesserungen in Heizung der Glashäuser, vorzüglich an jene, welche Oberst Patterson in den neulich erschienenen Transactions of the Edinburgh Horticultural-Society bekannt machte, wo bloß durch anderthalb Stunden lang währende Einwirkung des Dampfes, und bloß dadurch, daß man die Kammer, in welche der Dampf unter den Beeten geleitet wird, mit kleinen runden Steinen ausfüllt, Statt daß man sie, wie gewöhnlich, leer läßt, das Glashaus 24 Stunden lang warm erhalten wird.

Wir müssen ferner bemerken, daß es bisher noch immer sehr schwierig war, Heber eine lange Zeit über vollkommen gut im Gange zu halten, und zwar desto schwieriger, je weiter der Heber war, und je höher er steigt; ein Umstand, der dieser Vorrichtung zum Nachtheile gereicht. Da indessen diese Schwierigkeit von der Anhäufung der aus dem Wasser entwikelten Luft in dem obersten Theile des Hebers herrührt, so ist es nicht unwahrscheinlich, daß sich Abhülfe dagegen finden läßt; vielleicht durch irgend eine sinnreiche Anwendung des Grundsazes der Seitenmittheilung der Bewegung bei Flüssigkeiten, welche Venturi in seinem Werke über diesen Gegenstand im J. 1798 so schön erklärt hat.14)

XII. Ueber die Reinigung des Themsewassers, wenn es in einem Gefäße ruhig stehen bleibt. Von M. Dr. Bostock, F. R. S. etc.

Aus dem 2ten Theile der Philosophical Transactions for 1829 im Philosophical Magazine and Annals of Philosophy. April 1830. S. 268.15)

13)

Nach der alten Methode des Drs. Schultes. A. d. Ue.

14)

Schon bloßes öfters wiederholtes neues Füllen der Heber beseitigt diese Nachtheile, die nie so groß sind, wie jene einer Pumpe. Es ist unglaublich, wie sehr der wohlthätige stille Gebrauch des Hebers beinahe überall vernachlässigt ist. Man sollte beinahe glauben die Kunst verschmäht ihn bloß darum, weil die Natur sich desselben so häufig bedient. A. d. Ue.

15)

Da wir Bd. XXXVI. S. 275. des unsterblichen Vauquelin Analyse