Text-Bild-Ansicht Band 37

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welche ich seit zwei Jahren meine Aufmerksamkeit gerichtet habe. Diese nahe Verbindung mit meinem Versuche über die Braunstein-Oxyde, welchen die r. Society mit der Aufnahme in ihre Transactions beehrte, mag als Entschuldigung dienen, daß ich gegenwärtig dieses Mineral der Aufmerksamkeit der r. Society unterlege.

Unter dem Namen Wad, Black Wad (schwarzes Wad) kommen verschiedene Mineralien vor, welche sich durch folgende Kennzeichen unterscheiden: sie sind weich, leicht, porös, mehr oder minder erdig, braun; abfärbend, und enthalten Braunstein. Obschon sie in diesen allgemeinen Kennzeichen übereinkommen, so unterscheiden sich doch mehrere derselben durch ihre physischen Eigenschaften von einander, und sind in Hinsicht auf ihre chemische Zusammensezung wesentlich von einander verschieden.

1ste Art. Wad von Upton Pyne in Devonshire.

Ich verdanke ihn der Gefälligkeit des Herrn König am British Museum. Er kommt in gekrümmten tafelförmigen Massen ungefähr von der Dike eines halben Zolles vor, und läßt sich leicht in dünne Blätter theilen. Er ist leicht zerbrechlich, bedeutend weicher als Gyps, und färbt ab beim Berühren. Er ist braun in's Gelbe ziehend, ungefähr so wie beim Wißmuth. Auf dem frischen Bruche ist er ziemlich glänzend, und etwas metallisch.

Sein Strich ist braun und glänzend. Er besteht aus kleinen schuppigen Theilchen, die so neben einander gestellt sind, daß der Bruch faserig scheint. Er ist sehr porös, und wirft unter Zischen eine Menge Luftblasen, wenn man ihn ins Wasser legt. Seine specifische Schwere ist, nachdem er in Wasser gekocht wurde, 2,314.

Da ich mich derselben Methode bei der Analyse bediente, welche ich in meiner früheren Abhandlung umständlich beschrieben habe, so wäre jedes weitere Detail hier überflüssig. Das Mineral löst sich in Kochsalzsäure leicht und unter Entwikelung von Chlorine auf, und läßt bloß Spuren von unauflösbarem erdigen Stoffe zurük. Die Auflösung war vollkommen frei von Eisen, und enthielt, außer Braunstein, nur eine geringe Menge Schwererde. Rothgeglüht, nachdem er vorläufig bei einer Temperatur von 212° (F. + 80° R.) getroknet wurde, gab er 10,66 Wasser, zugleich mit etwas Sauerstoff. In der Weißglühhize verlor er 19,48 p. C.; nämlich 10,36 Wasser, und 8,82 p. C. Sauerstoff. Die Schwererde, wie gewöhnlich mit Schwefelsäure gefällt, betrug 1,4 p. C. Auf diese Weise gab die Analyse: rothes46)

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Diese für die Technologie so wichtige Abhandlung findet sich im Polytechn. Journ. Bd. XXX. S. 74. A. d. R.