Text-Bild-Ansicht Band 37

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das Eisen mittelst benzoesaurem Ammonium niedergeschlagen. Das Filtrum, auf welchem das benzoesaure Eisen lag, wurde in einen Platinnatiegel gethan, mit einigen Tropfen Salpetersäure und salpetersaurer Ammoniumauflösung besprizt, und nachdem es im Sandbade getroknet wurde, verbrannt und der Rükstand ausgeglüht. Auf diese Weise konnte die Benzoesäure und das Filtrum zersezt werden, ohne daß irgend etwas von dem Eisenperoxyde reducirt wurde. Das erhaltene Peroxyd, welches nicht im Mindesten von dem Magnete angezogen wurde, betrug 52,34 p. C.

Aus der nun von der Schwererde und von dem Eisen befreiten Auflösung wurde der Braunstein mittelst Potasche niedergeschlagen, und man erhielt eine Menge rothes Oxyd, dessen Aequivalent 38,59 p. C. Deuteroxyd war. Die Auflösung enthielt auch eine Spur von Kalk.

Sorgfältig bei einer Temperatur von 212° (F. + 80° R.) getroknet, und einer Rothglühehize ausgesezt, verlor dieses Mineral 10,29 Wasser. Bei dieser Temperatur wurde noch kein Sauerstoff davon getrieben, zum Beweise, daß der Braunstein hier in keinem höheren Oxydationsgrade, als in jenem eines Deuteroxydes sich befindet. Es ist also klar, daß diese Abart49)von Wad, außer Eisenoxyd und Wasser, ein Gemenge von Schwererde und Braunsteindeuteroxyd enthält, welches jenem, das den Hauptbestandtheil in dem nicht spaltbaren (uncleavable) Braunsteinerze bildet, und welches sich in geringer Menge im Wad aus Devonshire befindet, offenbar ähnlich ist.

Das in dem Wad aus Derbyshire enthaltene Eisen befindet sich gänzlich im Zustande eines Peroxydes. Es ist vielleicht nicht überflüssig die Gründe anzugeben, aus welchen ich schließe, daß gar kein Eisenprotoxyd vorhanden ist, indem die Methode, nach welcher ich auf diesen Schluß kam, mir feiner zu seyn scheint, als irgend eine der bisher gebräuchlichen. Sie gründet sich auf eine Thatsache, welche ich an einem anderen Orte50)zu einem anderen Zweke erörterte, nämlich auf diese: daß sich aus Blausäure und einer Mischung aus Eisensalz und Potasche kein Berlinerblau bildet, wenn das Eisen sich buchstäblich im Minimum seiner Oxydation befindet. Eine sehr geringe Menge von Eisenprotoxyd veranläßt jedoch die Entstehung voll Berlinerblau, was deutlich erhellt, wenn man das niedergeschlagene Oxyd in einem geringen Ueberschusse von Schwefelsäure auflöst. Der Wad aus Derbyshire gab, in einem verschlossenen Gefäße mit verdünnter Schwefelsäure digerirt, eine gelbe Auflösung, welche, wenn Blausäure derselben zugesezt, und wenn sie dann mir reiner Potasche

49)

Oben heißt sie „zweite Art“ Species.“ A. d. Ue.

50)

Edinb. Med. and Surg. Journal. XXX. p. 344. A. d. O.