Text-Bild-Ansicht Band 37

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noch sehr viel Brennstoff als Rauch verloren geht, so wende ich Blasebälge an, um den Luftstrom auf das Feuer zu verstärken. Da die Luft und die Luftarten am Ende des Zuges kühler werden, also ein kleineres Volumen einnehmen, indem sie sich verdichten; so wird es gut seyn, die Züge bei ihrem Austritte aus dem Kessel zu verengen. Ich werde die Röhre, durch welche das Brennmaterial nachgeschürt wird, und den Zug nie in jenen Theil des Kessels bringen, der mit Dampf ausgefüllt ist, aus folgenden Gründen: diese beiden Röhren könnten, durch ihre nahe Verbindung mit dem Herde, leicht glühend werden; in diesem Zustande würden sie den Dampf, der mit ihnen in Berührung kommt, zersezen; der Sauerstoff desselben würde sie schnell, zur höchsten Gefahr für den Kessel, zerfressen; Wasserstoffgas würde sich entwikeln und den Gang der Maschine unterbrechen. Um daher der Höhe des Wassers in dem Kessel gewiß zu seyn, bediene ich mich entweder der gewöhnlichen Vorrichtung, oder zweier Röhren, wovon die eine in das Wasser reicht, die andere in dem Raume steht, der mit Dampf gefüllt ist: beide Röhren stehen außen am Kessel mittelst einer starken Glasröhre mit einander in Verbindung. Auf diese Weise kann man die Höhe des Wassers immer mit seinen Augen sehen. Es ist gut, wenn die Dampfröhre aus dem höchsten Theile des Kessels austritt. Das Wasser wird auf die gewöhnliche Weise in den Kessel geschafft; die Pumpe kann jedoch so vorgerichtet seyn, daß sie nach Umständen einen stärkeren oder schwächeren Zug machen kann. Kupferne Kessel sind bei dieser Vorrichtung am besten. Der Aschenherd und das Gebläse kann, nach Umständen, abgeändert werden. Das Windrohr der Blasebälge kann entweder an dem Windkasten angebracht werden, oder beweglich seyn, und durch ein Loch in der Ofenthüre laufen, wenn eine solche vorhanden ist, oder bleibend unter der Thüre, oder an der Seite, oder in irgend einer anderen Lage befestigt seyn. Das Ende des Zuges kann unter den Behälter geleitet werden, in welchem das Wasser für den Kessel aufbewahrt wird, damit es warm in denselben gelangt.

Erklärung der Figuren.

Fig. 23. ist ein senkrechter Durchschnitt, welcher den inneren Bau des Kessels zeigt. Das beste Brennmaterial für diesen Kesselbau ist Steinkohle.

a, der Herd.

b, der Rost.

c, der Windkasten, mit einem Schieber oder Thore unten.

d, das Windrohr des Blasebalges.

e, die Röhre, durch welche das Brennmaterial nachgeschüttet wird.