Text-Bild-Ansicht Band 37

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sich um einen Zapfen a dreht, und dessen Ende sich von b nach b' schieben läßt, je nachdem man den einen oder den anderen Arm des Weges einschlagen will, wenn man auf den Scheidungspunkt gekommen ist.

Fig. 17. gibt den Aufriß der Nadel ab.

Fig. 11. stellt in P eine gewöhnliche Bahn im Grundrisse, in E im Aufrisse dar. Fig. 15. ist ein Durchschnitt derselben nach XY.

Fig. 16. zeigt, wie man die Enden der beiden Bahnen oder Geleise legen kann, um den Weg unter einem bestimmten Winkel abzubeugen. Der Abstand, a a', der beiden Stüke aus Gußeisen darf aber nie so groß seyn, daß das Rad, indem es das eine Geleise verläßt, in den Hohlraum b a a ' fällt, und dann nicht wieder auf das andere Geleise aufsteigen kann.

Fig. 13. zeigt die Form der Nägel mit einem vierekigen Kopfe, mittelst welcher man die Gußeisenschienen auf den Balken oder Unterlagen aufnagelt.

Diese Balken oder Unterlagen, die den Schienen oder Geleisen aus Gußeisen als Stüzen dienen, sind wenigstens 3 Zoll dik.

Die Nägel sind 4 Zoll lang; ihr vierekiger Kopf ist 6 Linien dik, und jede Seite desselben ist 1 Zoll 3 Linien lang.

Die Gußeisenschienen oder Geleise sind 3 Fuß lang, 5 Zoll breit; 5 Zoll in der Mitte, und an den Enden 2 1/2 Zoll hoch; in der Mitte 4, an den Enden 9 Linien dik, nämlich dort, wo sie auf den Balken oder Klözen oder Unterlagen aufliegen.

Da leztere in die Erde eingesenkt sind und beinahe gleich hoch mit der Oberfläche derselben liegen, damit sie das Roß nicht im Gange hindern, so hebt die Ueberdike, die man den Gußeisenschienen an ihren Enden gegeben hat, dieselben über den Boden empor und hält sie immer rein.

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Man wird in Schweden nie, wie in England, Eisenbahnen von einer bedeutenden Länge und für längere Zeiten anlegen, indem die Erde in diesem Lande wenigstens 5 Monate lang mit Schnee bedekt ist, und man während dieser Zeit natürliche und ganz vortreffliche Eisenbahnen besizt.

Im Winter wird alles auf Schlitten gefahren, und im Sommer auf dem Wasser, indem das Land von zahlreichen schiffbaren Seen durchschnitten ist, welche durch Canäle mit einander verbunden sind.

Fremde, die im Sommer in Schweden reisen, wundern sich die Straßen so gut unterhalten zu sehen, was doch sehr natürlich ist, indem nur selten schwere Wagen auf denselben fahren. Die Wagen, deren man sich in Schweden bedient, sind leicht, wenig beladen, und schneiden nie in die Straßen ein, wie unsere schweren Güterwagen. Der Boden