Text-Bild-Ansicht Band 37

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Die Vorrichtung des Hrn. Brandreth besteht aus einer Laufkette, aa, aa, Fig. 27., deren Glieder anderthalb Zoll dike und vier Zoll breite Hölzer sind, welche quer über den Wagen hinlaufen, an ihren Enden an Seilen befestigt sind, und über zwei Trommeln, bb, laufen, wovon die eine vorne, die andere hinten am Wagen angebracht ist. Fig. 28. zeigt eine dieser Trommeln im Grundrisse. Um diese Hölzer zu befestigen, und zu hindern, daß keines derselben sich unter ein anderes schiebt, ist ein Bindestük, cc, an jedem Ende derselben aufgenagelt, und erstrekt sich bis auf die halbe Breite der zunächst liegenden Stüke. Die ganze Bühne, welche diese Laufkette bildet, ruht auf Reibungsrollen, eeee. Das Pferd ist an dem Geländer festgehalten, und treibt, so wie es tritt, den beweglichen Boden oder die Laufkette unter seinen Füßen herum. Dadurch werden die Trommeln umgetrieben, und diese treiben mittelst der Zahnräder, die man in Fig. 28. sieht, die Räder des Wagens. Wo nur wenig Kraft nothwendig ist, werden die hier gezeichneten Spornräder gebraucht; wo es aber bergan geht, werden auch die Spornräder au der anderen Achse in Thätigkeit gesezt, die so vorgerichtet sind, daß sie alle nach Umständen nothwendige Kraft zu äußern vermögen.76)

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Ein Franzose, Hr. Guilbaud (Polytechn. Journ. Bd. X. S. 129.) hat eine ähnliche Vorrichtung auf Schiffen angebracht, um sie dadurch in Bewegung zu sezen. Ein guter Freund hat uns vor zwei Jahren schon eine Zeichnung zu einem sogenannten Gehewagen nebst Beschreibung mitgetheilt,. an welcher die Räder auf dieselbe Weise, wie hier in Fig. 7., in Bewegung gesezt wurden, nur daß Statt der Trommel zwei Zahnräder, die an einer gemeinschaftlichen Achse mittelst einer Kurbel bewegt wurden, die Räder y und x an der Achse der Wagenräder in Umlauf sezten. Es ist kein Zweifel, daß man mittelst einer solchen Vorrichtung, man mag mit dem Fuße treten, oder mit der Hand die Kurbel treiben, leicht und schnell auf gutem Wege fahren kann. A. d. Ue. Hr. A. d'Heureuse in Berlin verfertigt schon seit längerer Zeit solche Arten von Maschinen, die von sehr guter Wirkung sind. Bei Hrn. Engel, Tuchbereiter in Berlin, und Hrn. Kaufmann Siebe in Stettin, befindet sich diese Maschine angewendet. Bei ersterem betreibt solche mit zwei Pferden zwei Rauhmaschinen, und bei lezterem mit einem Pferde eine Farbeholzraspelmaschine. Beide Maschinen sind seit dem Jahre 1828 im Gang, und das Zeugniß der oben genannten Herren spricht diesen Maschinen alle Verdienste zu.

Haevel.