Text-Bild-Ansicht Band 37

Bild:
<< vorherige Seite

des Kaminfegers Bentley vorgenommen werden, und wenn die Maschine besser fegt, soll es derselben überlassen werden.“ Der Versuch wurde am 24. April angestellt. Auf der einen Seite stand der Kaminfeger Bentley mit seinem Sohne und drei Jungen; auf der anderen die HHrn. Glaß und Day, als Abgeordnete der Gesellschaft, nur mit zweien ihrer Leute. Die feindlich gegen über stehenden Parteien kamen darin überein, daß der erste Schornstein mit Glass's Maschine gekehrt werden sollte, und daß hierauf einer von Hrn. Bentley's Jungen nachsteigen und sehen soll, wie viel er noch herunter zu krazen und zu kehren vermag. Am zweiten Schornsteine sollten Hrn. Bentley's Jungen zuerst hinauf, und die Maschine sollte dann nachkehren, u.s.f. bei allen 18 Schornsteinen des Spitals. Das Resultat war ganz entschieden für die Maschine, indem alle Augenzeugen sahen, daß der Ruß, welchen die Jungen nach der Maschine noch herabbrachten, um ein Fünftel weniger betrug, als die Maschine nach den Jungen noch aus den Schornsteinen herabbrachte. (Vergl. Mech. Mag. N. 355. 29. Mai, S. 223.)

Den Rauch in den Schornsteinen niederzuschlagen.

Ein Hr. Thomas schlägt zum Niederschlagen des Rauches in den Schornsteinen vor, Wasser aus Reihen von Asbestfasern oder dicht an einander stehenden Drathen, die im Schornsteine angebracht sind, in den Schornstein herabregnen zu lassen. Allerdings wird dadurch der Rauch herabgedrükt werden, wie dieß der Fall ist, wenn es in den Schornstein wirklich einregnet; allein, wer wird dann unten bei dem Feuer arbeiten können? Man müßte nur dem Schornsteine zwei Schenkel geben, einen schief aufsteigenden, durch welchen der Rauch hinaufzieht, und einen senkrechten, durch welchen man einregnen läßt. (Vergl. Mechan. Magaz. N. 359. 26. Jun. S. 278.)

A la Pauli Flinten verbessert von Hrn. Lafaucheux.

Diese Flinten à la Pauli, nachdem sie von den HHrn. Roux und Pichereau und zulezt von Hrn. Lafaucheux verbessert wurden, sollen eine ganze Revolution in dem Baue der Jagdflinten hervorgebracht haben, und alle gewöhnlichen Gefährlichkeiten bei denselben vollkommen beseitigen. Die Notiz, welche sich von derselben im Bulletin d. Scienc. techn.., April, S. 359. befindet (wo auf das in Deutschland so wenig bekannte Journal des forêts, T. I. 1829. p. 58., Annal. marit. et colon. Sept. Oct. 1829. p. 523. verwiesen wird), reicht nicht zu, unseren Lesern einen deutlichen Begriff hiervon zu geben. Da Jagdliebhaber gewöhnlich zu den müßigen reichen Leuten gehören, so können sie sich, wenn sie die Gefahren der Jagd vermindern helfen wollen, wohl eine solche à la Pauli Flinte nach der neuesten Verbesserung des Hrn. Lafaucheux zu Paris, rue J. J. Rousseau N. 3. kommen lassen, oder irgend ein gewerbfleißiger deutscher Büchsenmacher kann sich dieselbe von Hrn. Lafaucheux verschreiben, und sie für seine deutschen Landsleute gewiß eben so gut und wohlfeil verfertigen, als sie zu Paris gemacht wird.

N. Amerikanische Thürfeder.

Eine 10 bis 12 Zoll lange Feder wird in den hinteren Theil des Thürstokes, an welchem sich die Thürangeln befinden, in eine zu diesem Ende vorgerichtete Vertiefung eingelassen. Die Feder ist an ihrem unteren Ende befestigt, an ihrem oberen Ende hakenförmig gekrümmt, und daselbst mittelst einer kurzen Stange mit einem Bügel im Falze der Thüre verbunden. Wenn die Thüre geschlossen ist, zieht die Feder sich gegen das untere Ende der Vertiefung zurük; wenn sie offen ist, nähert sie sich gegen die Kante des Thürstokes, und wirkt auf die Thüre. (Aus dem Franklin Journal, im Register of Arts. Jun. 1830.