Text-Bild-Ansicht Band 37

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Verhältnissen anstellte, und welche die früheren Erscheinungen und die bei denselben noch vorwaltenden Dunkelheiten aufklären sollen,“ „Zuerst die Versuche mit diesen Säuren, wenn der Zutritt der tust beinahe vollkommen ausgeschlossen war. 60 Tropfen der drei Mineralsäuren wurden mit 6 Unzen destillirtem Wasser verdünnt, und Flaschen damit vollgefüllt, welche mit gläsernen, mit Oehl und Wachs bestrichenen. Stöpseln geschlossen wurden, nachdem man vorläufig in jede derselben kleine polirte Kupferstabe gebracht hätte. Nach 69 Tagen, vom 25. Mai bis 3. August, zeigten sich folgende Resultate.“

„Die verdünnte Schwefelsäure war farbenlos, hätte einen eben merklichen Kupfergeschmak, und wurde durch zugeseztes Ammonium schön blau. Das Kupferstäbchen war an seiner Oberfläche etwas mit schwarzem Kupferoxyde beschmuzt, nicht gleichförmig, sondern an einigen Stellen mehr, als an den anderen.“

„Aehnliche Resultate zeigten sich auch bei der verdünnten Kochsalzsäure. Durch Ammonium erhielt sie einen eben merklichen Stich in's Bläuliche, und schwarzes Kupferoxyd beschmuzte das Kupferstäbchen in der Art, daß es übereinander liegende Schichten zu bilden schien, jedoch mit Zwischenräumen, in welchen der Glanz des Metalles nur wenig litt.“

„Etwas verschieden waren die Resultate bei der Salpetersäure. Die Säure bekam hier eine hellblaue Farbe, und das Metall war mit einer sehr dünnen, schwach anhangenden Rinde von Kupferoxyd bedekt, welches sich in der Mitte des Stäbchens etwas häufiger fand, als an den Enden. Es hätte sich etwas Luft erzeugt, die wahrscheinlich Stikstoff oder Salpeteroxydgas war; denn sie gab, in Berührung mit atmosphärischer Luft, keine rothen Dämpfe.“

„Kupferne Stäbchen in denselben Säuren, aber in gläsernen Gefäßen, welche nur mit einer Glastafel bedekt waren, so daß bloß die Verdünstung gehindert, der Zutritt der Luft aber nicht ausgeschlossen ward, gaben nach 8 Monaten, vom 3. August bis 2. April, folgende Resultate.“

„Die Schwefelsäure war mit Kupfer gesättigt, und das Kupferstäbchen mit einer dünnen Rinde von schwarzem Kupferoxyde gleichförmig bedekt, nur mit Ausnahme des oberen Theiles, welcher bis auf beinahe zwei Linien ohne Fleken, aber mehr zerfressen als die übrige Oberfläche sich zeigte, und über die Flüssigkeit in Folge der Verdünstung derselben etwas emporragte. Die Salpetersäure zeigte sich gleichfalls gesättigt. Das obere Ende des Kupferstäbchens ragte über die Flüssigkeit sehr wenig empor, war aber noch immer feucht. Es zeigte sich ein ziemlich bedeutender Niederschlag von Kupferprotoxyd auf dem Stäbchen, mit etwas basisch salpetersaurem Kupfer und einer