Text-Bild-Ansicht Band 37

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derselben den Thon mit Erdharz und Steinöhl ankneteten, und dann im Feuer so zu sagen nur rösteten.

Hr. Vernon erwähnt ferner eines Zink-Oxyd-Krystalles, der durch einen Tiegel auf der Zinkhütte des Hrn. Hitz zu Filisur in Graubündten durchschwizte, und der mineralogisch, physisch und chemisch sich wie ein natürlicher Zink-Oxyd-Krystall aus New-Jersey verhielt. (Vergl. The Philos. Mag. et Annals of Philos. Juni 1830. S. 404.)

Verbesserung in der Kohlenbrennerei.

Hr. Isak Doolittle, zu Bennington in Vermont, ließ sich am 14. Dec. 1829 ein Patent zu Washington auf einen gemauerten Ofen zum Verkohlen des Holzes ertheilen. In der Patent-Beschreibung (im Register of Arts, Julius 1830, S. 56.) sind keine Dimensionen angegeben, und die ganze Notiz ist so dunkel, daß wir nicht beurtheilen können, in wiefern dieser Ofen zum Verkohlen des Holzes von denjenigen verschieden ist, die man in verschiedenen Ländern Europens zu diesem Ende bereits seit Jahren errichtet hat. Daß die Kohlen besser werden und daß mehr Holzsäure gewonnen wird, wenn man das Holz in Ofen verkohlt, ist leicht begreiflich.

Ueber die Kohlensäure in der Atmosphäre,

über ihre Abwechslungen, ihre größte und geringste Menge, über den Einfluß des Regens und des Frostes, über das Gas auf dem Genfersee und am Ufer, in der Stadt und auf dem Lande, in Ebenen und auf den Bergen, über den Einfluß des Windes, des Tages und der Nacht auf dieselbe, hat Hr. Theodor de Saussure vor der Société de Physique et d'hist. nat. de Genève, am 18. Febr. 1830 eine Abhandlung vorgelesen, welche nun auch in: Maihefte der Annales de Physique et de Chymie abgedrukt ist, und eine vollständige Ausführung der Ideen enthält, welche dieser berühmte Physiker bereits im XXXVIII. Bande der Annales aufstellte. Diese Abhandlung ist zwar zunächst nur für Physiker, Chemiker und Aerzte von dem höchsten Interesse; da aber auch Techniker bei ihren Arbeiten häufig mit Kohlensäure zu thun haben, so müssen wir alle diejenigen, welche entweder mit Erzeugung und Benüzung oder mit Verbannung derselben beschäftigt sind, auf diese lehrreiche Abhandlung aufmerksam zu machen, welche wohl bald in irgend einem deutschen Journal für Physiker erscheinen wird, und ohne welche sie fortan sich nicht einbilden dürfen, die Kohlensäure in der Atmosphäre zu kennen.

Vergsegen an Steinkohlen in England.

Man schäzt die beiden Gruben zu Durham und Northumberland allein auf 6000 Millionen Tonnen Steinkohlen; und so viel ist für die nächsten 1727 Jahre für England genug, Age. Galignani. 4785. (Wenn auf der großen Insel allein in zwei Gruben so viel Steinkohlen liegen, so wird es doch nach aller Analogie in der Geologie erlaubt, seyn zu schließen, daß auf dem festen Lande noch mehr Steinkohlen vorkommen müssen. Man will aber im Binnenlande von Europa keine Steinkohlen, es gibt sogar Gegenden, wo man sich der Torfgräberei widersezt, um besseren Absaz für das Holz zu gewinnen! Man muß übrigens nicht vergessen, daß die Steinkohlengruben in England nicht so alt sind, als man glaubt. Erst im J. 1357 kamen die ersten Steinkohlen nach London! Das Gute schreitet überall nur äußerst langsam vorwärts!)

Capitän Rodger's Anker.

Wir haben von diesen Ankern neulich Beschreibung und Abbildung gegeben. Das Repertory of Patent-Inventions bringt im Juliushefte dasselbe Patent, und fügt eine Menge Versuche und Zeugnisse bei, welche für die Güte, dieser Erfindung sprechen.