Text-Bild-Ansicht Band 174

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Welle mit den zur Hälfte verzahnten Rädern wird durch das Rad e auf bekannte Weise abwechselnd in eine halbe Umdrehung nach Rechts und nach Links versetzt. Das mit dem Rade e verbundene Leitrad f greift in die Nadeln g ein, wird durch den Stuhl bewegt und bewirkt die Oscillationen der Welle mit den Rädern d und d'. Beide Räder sind mit zwei oder mehr Löchern für den Durchgang der Fäden versehen, so daß sie abwechselnd die Fäden von einer Farbe nach Vorn und nach Hinten führen. Bei der in Fig. 13 dargestellten Construction nimmt das Stuhlgestell A eine mit einem Falze versehene Platte A' auf. An ihrem unteren Ende ist diese gebogen und quer durchbohrt, und trägt das mit der Tournette h fest verbundene conische Rad d, welche beide Theile mit zwei oder mehr Löchern zum Durchlassen der Fäden versehen sind. Das Zahnrad E, welches das Rad d in Bewegung setzt, steht mit dem vom Stuhle bewegten Leitrade F in Verbindung; die continuirliche rotirende Bewegung des Leitrades wird durch die Kurbelstange K in eine abwechselnd kreisförmig hin- und hergehende umgesetzt und durch das Rad E auf das conische Rad d übertragen.

LXXXVI. Ueber Lagerung der Flyerspindeln; von C. Morgenstern.

Aus der deutschen Industriezeitung, 1864, Nr. 41.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Nachdem man sich mit Erfolg bemüht hat, die Qualität der Arbeit eines Flyers nach Wunsch zu erhöhen und darin einen ziemlich befriedigenden Standpunkt erreicht hat, sucht man anderseits auch die Quantität derselben zu vergrößern und hat hierzu in letzterer Zeit mannichfache Verbesserungen an den Flyern angebracht. Da das gelieferte Arbeitsquantum dieser Maschinen, sobald die Leistungen qualitativ befriedigend sind, von dem der Lunte ertheilten Draht abhängt, so ist der natürlichste Weg, dieses Quantum zu erhöhen, in einer Vermehrung der Spindelumdrehungszahl zu suchen.

Der Stand der Flyerspindel wird nach der gewöhnlichen Ausführung durch ein Fußlager in der Spindelbank und durch ein Halslager in der Spulenbank (dem Wagen) zu sichern gesucht, und erreicht man diesen Zweck bei mäßigen Umgangszahlen der Spindel. Werden diese aber