Text-Bild-Ansicht Band 21

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Druke erhält, und bei denen, wie sich leicht begreifen läßt, der Verlust an Wärme viel geringer seyn muß.

4) zog beim ersten Versuche, der in Bezug auf Wohlfeilheit des Transportes offenbar der wohlfeilste ist, die Dampf-Maschine von der Kraft von 8 Pferden mit einer Schnelligkeit von 3 3/4 Meilen auf die Stunde eine Last von 648 Zentner ohne das Gewicht der Maschine selbst; was bloß 81 Zentner auf Eine Pferdekraft gibt, und bloß 3/5 von jener Last gleichkommt, welche Ein Pferd, (welches 21 Meilen des Tages, oder 2 1/2 Meile die Stunde durchläuft), auf den Eisenbahnen von Newcastle wirklich zieht, wenn der Weg eben ist, oder bloß wenig steigt oder fällt, wie der von Killingsworth.

3) findet man bei Vergleichung der Lasten mit den Entfernungen, in welchen sie gezogen wurden, und mit der Menge Steinkohlen, die sie verbrauchten:

a; daß sich die Lasten zu einander verhalten, wie 6, 4 u. 3.

b; daß die Entfernungen, in welchen sie in derselben Zeit und mit gleichem Aufwande von Steinkohlen gezogen werden, sich verhalten wie 8, 9 und 10.

c; daß der Nuzen, oder das Product dieser Entfernungen durch die Wagen durch die Zahlen 8, 6 und 5 dargestellt wird.

5) erhellt aus allen diesen Bemerkungen, daß die Dampfwagen vielmehr Brennmaterial erfordern, als die feststehenden Dampfmaschinen von gleicher Kraft; und daß der Vortheil derselben um so geringer ist, je größer ihre Schnelligkeit ist.

6) läßt sich daraus schließen, daß, wenn der Preis der Steinkohlen, Dampfwagen statt der Pferde zum Transporte anzuwenden gestattet, man denselben keine große Schnelligkeit geben darf, und daß es jedes Mahl vorteilhafter ist, große Lasten langsam von ihnen ziehen zu lassen.

Wir bemerken hierzu, daß alle bis jezt verfertigten Dampfwagen im Allgemeinen mangelhaft sind. Bei den einen ist der Kessel zu groß, so daß der Apparat schwer, und unbehülflich wird; bei anderen ist er zu klein, so daß sich nicht genug Dampf erzeugen läßt, um der Maschine die gehörige Kraft zu geben. Der Mechanismus ist so zusammengesezt, daß dadurch Reibungen entstehen, und ein großer Theil der Kraft rein verloren geht.

Hr. Murray zu Leeds suchte diesen Nachtheilen durch Erfindung eines Dampfwagens abzuhelfen, der, ihm zu Folge, alle möglichen Vorzüge vereint. Er braucht zwei vierräderige