Text-Bild-Ansicht Band 30

Bild:
<< vorherige Seite

um den möglich größten Druk zu erhalten; das Wasser erhält dadurch einen neuen, dem vorigen entgegengesezten Zug, und öffnet und reinigt die durch Schlamm verlegten Durchwege durch den Sand. Man rührt die erste Schichte groben Sandes mit einer kleinen Schaufel fleißig und stark um, und gießt das schmuzige Wasser weg, so wie es durch dieselbe aufsteigt. Das Wasser wird nun bald klar durchkommen, und das Filtrum seinen vorigen Gang nehmen. Etwas geschwinder geschieht dieselbe Reinigung dadurch, daß man etwas Wasser in den Hohlraum des inneren Fasses gießt, und die obere Schichte groben Sandes, a, durchwascht. Das trübe Wasser läßt man in Kufen sich sezen, und filtrirt es in der Folge neuerdings.

Diese Reinigung muß nothwendig alle Wochen geschehen, denn sonst erhärten die fremden Stoffe, die sich um die Sandkörnchen anlegen, so sehr, daß sie das Wasser nicht mehr in entgegengesezter Richtung aufsteigen lassen, wo man dann den ganzen Apparat zerlegen und alle Sandschichten waschen muß.

In dem

Bericht der Commission, welche von dem Major-General der Marine zur Untersuchung der Filtrirmaschine des Hrn. Zeni zu Brest aufgestellt wurde,

heißt es, daß man diese Filtrirmaschine mit der auf den k. Schiffen gewöhnlich gebräuchlichen und mit jener des Hrn. Ducommun verglichen hat, welche leztere wegen ihres hohen Preises und geringen Productes verworfen wurde; daß Hrn. Zeni's Maschine vor der gewöhnlichen Maschine auf Schiffen den Vorzug zu verdienen scheint, worüber jedoch erst Versuche im Großen auf langen Seereisen anzustellen sind.

Man hat die Schichte, c, nicht starker gemacht, weil man, seit man sich der Wasserbehälter aus verzinntem Eisenbleche bedient, immer gesundes Wasser auf den Schiffen hat, das nur in der Tiefe dieser Wasserbehälter, nahe am Boden derselben, etwas mehr Eisenoxyd enthält. Man hat die Kohle nur deßwegen dazu genommen, weil man vielleicht auf der Reise gezwungen seyn könnte, trübes und ungesundes Wasser an Bord zu nehmen. Man könnte auch (und dieß scheint dem Uebersezer die Hauptsache) für diesen Fall thierische Kohle neben der Holzkohle gebrauchen, die das Wasser noch besser reinigt. Das Filtrum ist oben mit einem Dekel versehen, der wie der Dekel einer Tobakdose auf dasselbe schließt, und aus zwei concentrischen Kreisen aus Holz oder aus Eisen besteht. Der Kranz, der dadurch entsteht, hat einen Boden aus Leinwand (toile – sollte es nicht tôle, Eisenblech heißen?), und schüzt den Zwischenraum zwischen beiden Fässern vor dem Eindringen des nicht Mitten Wassers