Text-Bild-Ansicht Band 30

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jeder Hinsicht aushält; und da bei solchen Dingen die Theorie selbst sich leicht täuschen kann, so können wir hier beifügen, daß dieser Ofen zugleich die noch schärfere Prüfung der Erfahrung, des Versuches, vollkommen glüklich bestanden hat. Hr. Derosne hat seit einem Jahre eine Menge solcher Oefen verkauft, und der täglich häufiger werdende Gebrauch derselben verbürgt die Güte seiner Erfindung.“

„Dieser Kochofen, der auf Tafel VIII. von verschiedenen Seiten dargestellt ist, besteht zuvörderst aus drei Haupt stüken: der Grundlage, A, dem Gewölbe, V, und dem Dekel oder Dache, B. Fig. 3. Die Grundlage besteht aus zwei Theilen, wovon einer hervorragt, und zwei gewöhnliche Feuerpfannen (rechauds), e, ә, mit ihren Rösten und Regulatoren führt (Fig. 2 und 4), der andere aber zur Aufnahme des Daches, B, dient. Dieses Dach hat oben zwei große Oeffnungen, O, O, Fig. 2, auf welche die Küchengeschirre, g, g, Fig. 1, gestellt werden; dann zwei Seitenöffnungen (Fig. 3), die eine rechts, welche mit einem Ofen, c, in Verbindung steht; die andere links, in welche eine große Siedepfanne, b, paßt: eine dritte Oeffnung bildet vorne den Herd. Der Ofen, c, und die Höhlung für die Siedepfanne bilden die Seitenwände des Herdes, und tragen das Gewölbe, V, Fig. 3 und 11, welches zwei Löcher, i, i, hat, die mit den oberen beiden Oeffnungen, O, O, des Daches correspondiren. Die Platte des Herdes, gegen welche die Flamme schlägt, wird von der vierten Wand des Daches gebildet. Außen führt sie eine große Muschel, Q Fig. 5, vor welcher gebraten wird. Oben ist sie mit einer Oeffnung versehen, durch welche die Producte der Verbrennung entweichen, und in einen horizontalen Canal aus Gußeisen, k, gelangen, Fig. 2 und 4, die drei Fuß lang ist, und an ihrem Ende eine Röhre führt, durch welche der Rauch aufsteigt. Der Herd hat einen Rost, m, Fig. 3, auf welchem man Torf, Kohks oder Steinkohlen brennen kann. Zwischen dem Gewölbe und dem Dache sind einige sinnreich angebrachte Stüke, um die Flamme um die Töpfe oder Gefäße, in welchen man kocht, herumzuführen. Alle Flächen des Ofens sind also hier zum Küchendienste verwendet und dienen zugleich auch zur Erwärmung des Zimmers.“

„Die Siedepfanne, b, hält 12–15 Liter Wasser, das immer siedend erhalten wird. Der Ofen, c, ist beinahe eben so groß; er hat, Fig. 8, eine Dämpfpfanne. Auf den Oeffnungen, o, o, des Daches können nach und nach eine Menge von Geschirren aufgestellt werden; nämlich zwei Töpfe, Fig. 9 und 10, die zusammen mehr als 30 Liter halten; zwei Kasserole, Fig. 12 und 13, mit Feldofendekeln; zwei sogenannte Klatschen (Gazettes) Fig. 6 zur Aufnahme kupferner Schüsseln und eines Kastanienbraters. Auf dem Canale,