Text-Bild-Ansicht Band 33

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C, hölzerner Behälter, mit gestrektem Blei ausgefüttert, in welchem das Bad aus den Küpen gesammelt, und aus welchem es in den Kessel gebracht wird. Der Boden dieses Behälters steht gleich hoch mit dem oberen Rande des Kessels. Er faßt so viel, als man aus jeder Küpe auf ein Mal Zu warmen braucht, und ruht auf zwei steinernen Pfeilern, die in der Mauer der Bläuerei angebracht sind.

D, tragbare Pumpe mit zwei Stiefeln, die man nach und nach in jede Küpe bringt, und wodurch das Bad in die kupferne Leitungs-Röhre E gebracht wird, die es in den Behälter C führt. Die Saug-Oeffnung dieser Pumpe ist 0,80 Meter über dem unteren Ende derselben, damit sie den Bodensaz nicht aufzieht. Ein Ring innenwendig an einer Daube, und ein Zaum an dem oberen Rande der Küpe hält die Pumpe fest.

E, kupferne Leitungs-Röhre, die längs der Mauer der Bläuerei befestigt ist, und etwas höher steht, als der obere Rand der Küpen. Sie neigt sich von beiden Seiten gegen die Mitte hin.

F, eine kupferne Röhre, die sich in der Mitte des Canales E einfügt, und das Bad in den Behälter C leitet.

G, Röhre zur Leitung des Bades aus dem Behälter C in den Kessel B. Diese Röhre hat in der Nähe des Kessels einen Hahn.

H, Hahn des Kessels.

I, kupferne Röhre, die an den Hahn H paßt, und das warme Bad in die Küpen leitet.

K, Dillen für diese Röhre gegenüber von jeder Küpe. Diese Dillen sind ausgeschweift, und werden mittelst eines großen Korkpfropfens geschlossen, oder mittelst eines kleinen Sakes aus Leinwand, der mit nassem Papier und Thon gefüllt ist.

Wenn man nun wärmen will, fängt man mit einer oder mit der anderen Küpe, z.B. mir N. 1. an. Man senkt die Pumpe in dieselbe, und läßt sie von zwei Arbeitern ziehen. In 10 Minuten ist das Bad in dem Behälter C. Man öffnet den Hahn G, und der Kessel B wird angenbliklich gefüllt seyn, wo dann der Hahn geschlossen wird. Man schürt das Feuer unter dem Kessel, und während das Bad aus der ersten Küpe gewärmt wird, bringt man die Pumpe in die zweite, und füllt den Behälter C neuerdings.

Nachdem das Bad in dem Kessel hinlänglich warm geworden ist, öffnet man die Dille N. 1. und zugleich auch den Hahn H. In weniger als 3 Minuten ist das Bad aus dem Kessel in die Küpe übergeleert, ohne daß auch die mindeste Wärme dabei verloren gegangen wäre. Man öffnet dann neuerdings den Hahn G, um den Kessel wieder zu füllen, und fährt so fort bis an's Ende.

Drei Arbeiter reichen hin, um 6 Küpen wieder aufzuwärmen