Text-Bild-Ansicht Band 33

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als landwirthschaftliche Manufakturen betrachtet, darbieten, ihren Aufschwung und ihre Verbreitung mit aller Macht, welche ein loyaler Minister anwenden kann, begünstigen will. Ich weiß, sage ich, daß der Minister von demjenigen Theil der von der Commission gelieferten Arbeit, welcher sich auf die Runkelrübenzuker-Fabrikation bezieht, eine große Menge Exemplare druken und über ganz Franke reich verbreiten lassen will. Aus dieser Arbeit werden Thatsachen hervorgehen, deren Kenntniß für diese neue Industrie außerordentlich wichtig ist; in der That werden die Unternehmer daraus ersehen, daß die Regierung, in dem sie auf eine eben so freimüthige als kluge Weise das Princip des freien Handels annimmt, geneigt ist, den Zoll auf ausländischen Zuker herabzusezen, aber daß diese langsame und allmähliche Reduction, die Bedürfnisse der Zukerfabriken unserer Colonien so wie der inländischen gleichmäßig berüksichtigend, von der Art seyn wird, daß sie nur sehr geringen Einfluß auf den Curs der Urstoffe ausüben wird, dessen Wandelbarkeit sie im Gegentheil beseitigen muß, weil sie oft dem Producenten nicht weniger lästig als dem Käufer ist. Sie werden daraus auch ersehen, daß die Runkelrübenzuker-Fabrikation ihrer Natur nach keine erkünstelte Industrie ist, welche die Regierung zu erlöschen suchen muß, sondern gerade im Gegentheil eine reelle Industrie, welche nur Zeit bedarf, um vorteilhaft gegen die Productionen der Indier ringen zu können, und welche folglich verdient, von ihr ganz beherzigt zu werden84)

84)

Ich weiß, daß gewisse Fabrikanten, welche eben so unbillig, als mir ungeneigt sind, mich als den einzigen Veranlasser der gesezlichen Anordnungen, womit uns die Arbeit der Untersuchungs-Commission bedroht, darzustellen beliebten. Sie stellen die Reduction des auf den ausländischen Zuker gelegten Zolles als den Ruin der Runkelrübenzuker-Industrie dar und geben meinen Schriften Schuld, dieselbe veranlaßt zu haben, in dem ich den Ertrag dieser Industrie in einem zu vortheilhaften Lichte dargestellt hätte; daher kommen die vielen Verläumdungen, welche man über mich in dem Publikum zu verbreiten suchte. Ich will, wenn man es so verlangt, diesen unbilligen Tadel annehmen und an Statt die von mir bekannt gemachten Aufsäze, welche zugleich mit dem Einfluß des Beispiels und den von einigen Fabrikanten gegebenen Rathschlägen, die Errichtung des größten Theiles unserer Fabriken veranlaßt haben, zu widerrufen, will ich sagen, daß, wenn ich über den Runkelrübenzuker neuerdings meine Ansichten mittheilen müßte, ich gerade so handeln würde, wie bisher. Endlich bemerke ich noch, daß, wenn meine Berechnungen, nach welchen die Runkelrübenzuker-Fabrikanten in kürzerer oder längerer Zeit das Pfund Zuker zu 3 Sous liefern können müssen, unrichtig sind, und diese Industrie nicht mit derjenigen der Indier concurriren kann, sie auch nichts taugt; die jezt in unserem Lande vorhandenen Fabriken müssen dann ihre Arbeiten einstellen, unser Akerbau muß auf die Wohlthaten der Zukererzeugung verzichten, und die Regierung ist dann dieser ganz fiskalisch gewordenen Industrie gar keinen Schuz schuldig. Sind hingegen meine Berechnungen, wie ich überzeugt bin, richtig, so verdienen die inländischen Zukerfabriken alle Begünstigung der Regierung so wie das Vertrauen des Publikums, und meine Arbeiten, welche diese unsere neue Industrie begründen halfen, müssen mir vielmehr das Wohlwollen der Fabrikanten, deren Sache ich loyal vertheidigt habe, als die Abneigung, welche man ihnen gegen mich einzuflößen sucht, erwerben.