Text-Bild-Ansicht Band 33

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84). Sie werden außerdem daraus ersehen, daß die Regierung den Zuker als eine ganz vorzüglich steuerbare Substanz betrachtet, und daß ihre endliche Absicht bei der Begünstigung der Fabrikation des inländischen Zukers diese ist, ihm in Zukunft die Last aufzulegen, welche heute zu Tage auf dem ausländischen Zuker haftet, und dem Staate einen beträchtlichen Theil seiner Einnahmen verschafft. Vergebens würden wir gegen diese Ankündigung murren, welche ohne Zweifel mehr als einen Unternehmer erschreken und die Errichtung mehr als eines Etablissements lähmen wird. Dieser Gang der Regierung, welcher ganz mit dem Bedürfniß der Auflagen und der Redlichkeit, welche ihre Vertheilung leiten muß, harmonirt, wird in die Plane der Unternehmer mehr Beständigkeit und Gewähr bringen. Leztere werden in der That in ihren technischen Combinationen zurükhaltender werden und über die Mittel der Ausführung mehr nachdenken, sich daher weniger abenteuerlich in die neue Industrie hineinstürzen. Sie werden dann wissen, welche Garantien jezt die Industrie, welcher sie sich hingeben wollen, beschüzen und welche Lasten sie in Zukunft drüken müssen; sie werden also nicht, wenn der Zoll ein Mal festgestellt wird, von der Regierung für die politischen Garantien Rechenschaft verlangen können, die unsere hundert Etablissements, welche unter der Aegide dieser Garantien gegründet wurden, heute zu Tage geltend machen könnten. Dieser Gang scheint mir von dem Augenblike an, wo man die Gesezmäßigkeit der Zölle anerkennt (die ich aber nicht diskutiren will), dieser Gang, sage ich, scheint mir sehr weise und ganz mir unseren liberalen Institutionen zu harmoniren.

84)

Daß jezt Leute von entgegengesezten, Interesse meine Berechnungen und Schlüsse sammeln und entstellen, daß man meine Hoffnungen für positive Annahmen ausgibt, wodurch ich Maßregeln habe hervorrufen wollen, welche der Entwikelung der Runkelrübenzuker-Fabrikation gefährlich sind, ist eine unbillige Handlung, welche zu verhindern nicht in meiner Macht stand und worüber mich die aufgeklärte Untersuchungs-Commission gewiß rechtfertigen wird.

Uebrigens geht aus den Bemerkungen, welche die HHrn. Blanquet und Crespel der Untersuchungs-Commission schriftlich übergaben, hervor, daß ihr Runkelrübenzuker sie nicht viel hoher als auf 63 Cent. pr. Kilogr. zu stehen kommt, ein Preis, den ich in meinem Werke als erreichbar angab, wenn in einer Fabrik 2 Millionen Kilogr. (40 000 Ztr.) nach der bekannten Verfahrungsweise vollkommen ausgearbeitet werden. Wenn ich gefehlt habe, als ich schrieb, man könne das Kilogr. Zuker für 63 Ct. erzeugen, so muß andererseits Hr. Crespel selbst meine Schuld theilen, weil aus einem Berichte über seine Arbeiten (welcher nach seinen eigenen Angaben abgefaßt und in den Mémoires de la Société d'Arras abgedrukt wurde) hervorgeht, daß, wenn ein Gutsbesizer seine Fabrik auf seinen eigenen Gütern errichtet, und wie er, 5% Zuker gewinnt, ihm dieser nur auf 60 Cent. pr. Kilogr. zu stehen käme. Nach einer anderen Berechnung, welche ich nach den Datis anstellte, die mir Hr. Crespel selbst übergab, kommt der Zuker den Fabrikanten auf 62 Cent. zu stehen. Man sieht also, daß die Data, worauf meine Berechnungen gegründet waren, mir großes Vertrauen einflößen mußten, weil ihre Endresultate vollkommen mit denjenigen des Hrn. Crespel übereinstimmten, welche in einem ähnlichen Falle ein so gerechtes Zutrauen eine flößen müssen.

A. d. O.