Text-Bild-Ansicht Band 33

Bild:
<< vorherige Seite

und später, wenn die Arbeiter ihr Geschäft gut zu verrichten wissen, sie unter Aufsicht nach Klaftern arbeiten läßt; dadurch bringt man sie dahin, schneller zu arbeiten und lernt die Arbeit schäzen, welche sie während eines Tages verrichten können. Wenn sie einige Zeit lang auf diesem Fuße gearbeitet haben, und man annehmen kann, daß sie möglichst schnell arbeiten, so hat sich unterdessen ihr Lohn sehr vermehren müssen; dann kann man ihnen den Vorschlag machen, nach Klaftern für einen geringeren Lohn zu arbeiten, so daß derselbe beiläufig auf denjenigen reducirt wird, welchen sie im Anfange erhielten, als sie für Taglohn arbeiteten. Es ist für die Feldarbeiter oft besser, während des ersten Probejahres die Bezahlung für die Klafter, so wie sie seit der Erlernung des Geschäftes nach der an einem Tage ausführbaren Arbeit festgesezt wurde, beizubehalten und sie erst im zweiten Jahre herabzusezen, in dem man Aufmunterungs-Prämien für diejenigen einführt, welche am besten und schnellsten arbeiten,

Cultur der Runkelrüben.

Die mechanische Zubereitung des Bodens ist von der größten Wichtigkeit; denn die Runkelrüben, welche in einem sehr lokeren Erdreich gebaut werden, gedeihen besser, wurzeln tiefer und zeigen eben deßwegen weniger Gabeltheilungen; die Erde hängt ihnen beim Einsammeln weniger an und sie halten sich länger. Der Hofmist und überhaupt der Pflanzendünger sagt den Runkelrüben besser zu. Auch thut man besser sie nach einer gut gedüngten Erndte anzubauen, als selbst zu düngen, denn man hat in der That beobachtet, daß die ohne Dünger erhaltenen Wurzeln sich besser conserviren und leichter zu bearbeiten sind. Der animalische Dünger scheint insbesondere einen nachtheiligen Einfluß auf die Wurzel zu haben, so daß sie schwieriger bearbeitet und aufbewahrt werden kann; man könnte diese leztere Erscheinung durch die Gegenwart einer größeren Menge animalisirter Substanzen erklären und die andere eben dadurch und außerdem durch das Vorkommen einer größeren Menge von Ammoniaksalzen, welche bei der Darstellung des Zukers eine wahre Klippe sind. Es scheint mir außerordentlich wahrscheinlich, daß bei der Währung der Wurzel, welche während ihrer Aufbewahrung Statt findet, unter anderem das durch eine Säure übersättigte Ammoniak gebildet wird.

Das Aussäen mit der Hand und dem Säetuch ist noch immer am gebräuchlichsten. Hr. Blanquet, dessen Verfahrungsweisen außerordentlich beachtenswerth sind, zieht es vor, mit dem Pflanzstok und mit der Hand zu säen. Die Säemaschine ist nur bei einem gut zubereiteten Boden wohl anwendbar, weil dieses Instrument in einem unebenen Boden besonders leicht in Unordnung geräth. Ich weiß nicht