Text-Bild-Ansicht Band 33

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sehr verständige Weise vorgenommen, d.h. man ließ ihm dieselbe Anzahl von Sägeblättern. Die reibende Oberfläche ward also dadurch nicht verändert.

Man gab bisher dem Reibeisen seine Bewegung mittelst einer Roßmühle und eines doppelten Getriebes: erst in den neueren Zeiten hat man einen Laufriemen angewendet, und zwar mit Vortheil. Auf diese Weise werden die Reibeisen auf den Mühlen der HHrn. Wery und Peuviou zu Lille, des Hrn. Amoire zu Saultin, des Hrn. Ledru und Comp. zu Roye, des Hrn. Montauvill zu Domfront getrieben.

Man verfertigt auch die Walzen und die Gestelle aus Gußeisen. Die Weise, wie die Sägeblätter auf den Walzen angebracht werden, ist gleichfalls verschieden. Eine der einfachsten Methoden, die mir noch bekannt geworden ist, zeigt Fig. 17 und 18 auf Taf. 3389). Die Walze, die aus Gußeisen, und deren Umfang voll ist, hat zwei hervorragende Halsstüke aa, in welcher man auf der Drehebank zwei kreisförmige Furchen ausdreht. Die Walze führt, stellenweise, korrespondirende Oeffnungen, wie ccc. In diese beiden Furchen bringt man die Sägeblätter, und stellt sie darin mit ihren beiden Enden fest. Sie werden mittelst hölzerner Lager von einander getrennt, die gleichfalls in obige Furchen eingreifen, und mittelst Keilen festgehalten, die durch die Löcher cc laufen, so daß man sie leicht herausnehmen kann, wenn sie einer Ausbesserung bedürfen. Das Einsezen und Herausnehmen dieser Sägeblätter auf den Cylindern geschieht sehr leicht. Die HHrn. Molard d. jung, und Hr. Moulfarine haben diese Vorrichtung ausgeführt.

Man kann auch Reibwalzen verfertigen, deren Cylinder und Gestell aus Holz ist. Die Sägeblätter lassen sich auf den hölzernen Cylinder entweder mittelst ihrer Züge einsezen, oder man kann auch diese Blätter auf dem Umfange der Walze mittelst hölzerner Lager vereinigen, die mit drei Schrauben auf dem Cylinder festgehalten werden. Solche Walzen sind äußerst wohlfeil und taugen sehr gut für ärmere Landwirthe, für bloße Bauern, bei welchen Einfachheit und Wohlfeilheit der Instrumente eine unerläßliche Bedingung ist.

Auspressen des Saftes.

Um den Saft auszuziehen, füllt man das zerriebene Fleisch in Säke, die man mit Weidenflechtwerk umgibt und unter die Presse bringt. Man bedient sich meistentheils der hydraulischen Presse, weil sie leicht

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Die Figuren fehlen in dem April- und Maiheft des Industriel und kommen nicht vor; wenn sie in einem späteren Hefte noch erscheinen sollten, so werden wir sie nachtragen.

A. d. Red.