Text-Bild-Ansicht Band 33

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hat, die ihn nicht mehr geeignet machen, in den Krystallisationsgefäßen bessere Resultate zu geben. Er ist in der That alsdann zu klebrig, und solche Krystalle, welche sich beim Wiederverkochen einander wohl nähern würden, scheiden sich bei der langsamen Verdunstung und der niedrigen Temperatur der Wärmestube schwierig ab. Andererseits kann sich die Unvollkommenheit der Behufs des Verkochens gemachten Läuterung bisweilen erst beim Wiederverkochen zeigen, welches dann sehr schwierig wird; da diese Schwierigkeiten bei den Krystallisationsgefäßen verschwinden, so können diese auch hierin die Fabrikation schlechter Producte begünstigen. Man muß daher meiner Meinung nach die eine oder die andere Methode annehmen, um die Läuterung darnach einzurichten.

Läuterung mit saurer schwefelsaurer Alaunerde. Hr. Derosne hat dieses Salz vorgeschlagen, um dadurch unter Mitwirkung des Kalks den Runkelrübensaft zu läutern, und um zugleich die thierische Kohle entbehrlich zu machen. Es ist klar, daß die schwefelsaure Alaunerde nur durch ihre Säure als Läuterungsmittel wirken kann; durch den Zusaz von Kalk wird das Verfahren des Hrn. Derosne den gewöhnlichen ähnlich und die Läuterung wird bei dem gehörigen Verhältnisse dieser beiden Substanzen, bei dieser Methode wie durch Säure und Kalk erfolgen. Wozu nüzt also die Alaunerde? offenbar dient sie bloß als Entfärbungsmittel. Man kann auch wirklich durch dieses Verfahren einen wohlentfärbten Saft erhalten, vorausgesezt, daß man eine wesentliche Bedingung, die Alkalität des Saftes, aufopfert. Der Saft ist alsdann sauer oder wird es bei dem Abdampfen und zeigt alle Nachtheile der sauren Syrupe und außerdem diejenigen, welche durch die Unreinheit der schwefelsauren Alaunerde veranlaßt werden. Wenn im Gegentheil der überschüssig zugesezte Kalk für eine zum Verkochen geeignete Läuterung ausreichend ist, d.h., wenn er alles Ammoniak in Freiheit gesezt hat, dann trägt die Alaunerde nichts zur Läuterung bei; der Syrup färbt sich bei dem Abdampfen wie bei den gewöhnlichen Verfahrungsarten und die Alaunerde, welche einen Niederschlag verursacht, hat nur Kosten und Abfälle veranlaßt, ohne irgend ein nüzliches Resultat erzielt zu haben.

Welche Methode man auch anwenden mag, um die schwefelsaure Alaunerde im Großen zu bereiten, so wird man sie nie ohne große Kosten von dem schwefelsauren Eisen reinigen können; lezteres verunreinigt daher die mit schwefelsaurer Alaunerde behandelten Syrupe, und ist auch die Ursache des unangenehmen und metallischen Geschmakes der von Hrn. Derosne im Großen nach dieser Methode bereiteten Syrupe. Man kann in der That mit diesen Syrupen Tinte und Berlinerblau darstellen, gerade so wie mit einer Auflösung von schwefelsaurem Eisen.

Ich glaube daher, daß sich ganz und gar kein Grund angeben läßt,