Text-Bild-Ansicht Band 33

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Hülsen und der Saft circulirt auf der inneren Peripherie des umhüllten Cylinders. Bei der drehenden Bewegung circulirt der durch das höchste Ende zugelassene Syrup und beschreibt eine Art Schnekenlinie auf der durch Dampf von drei Atmosphären erhizten Oberfläche; der Dampf tritt durch eine Oeffnung aus, die in der Nähe desjenigen Endes angebracht ist, an welchem der Saft zugelassen wird, während dieser Saft am entgegengesezten Ende austritt. Der Erfinder dieses Apparates schrieb mir am 5. Febr. l. J. über denselben Folgendes:

„Ein einziger Apparat, der im Ganzen 16 Fuß lang ist, und in der Breite, nebst dem nöthigen Raume für die Arbeiter, nur 3 bis 3 1/2 Fuß einnimmt, kann, wenn er einmal gehörig aufgestellt ist, ohne irgend eine Sorgfalt zu erheischen, eine ganze Woche lang arbeiten, ohne daß man nöthig hätte, ihn zu reinigen. Er kann sich nicht beschmuzen, so viele Unreinigkeiten in dem Safte auch seyn mögen; er ist in seinen Wirkungen constant, wenn die Temperatur des Dampfes in den Generatoren constant ist.“

„Mit diesem Apparate allein kann man einen Syrup von 4–5 Graden (am Aräometer), er mag nach was immer für einer Methode geläutert seyn, nach Belieben auf 26, 27, 28, 30 und sogar 32 Grade bringen; als ich einen Saft auf mehr als 50 Grade concentrirte, betrug die Abweichung nie über 1/2 Grad.“

„Ich nahm einen Saft, welcher frisch 4 1/2 Grad zeigte, aber nachdem er 5 Tage gestanden und ganz freiwillig gegohren war, 5 1/2 Grade erlangt hatte. Von diesem Saft wurden stündlich 4 Hektoliter in den Apparat gebracht und er trat mit 24 3/4 und 25 Graden aus, wenn die Temperatur des Concentrators 24 Grade oder 2,4 Atmosphären an Hrn. Collardeaus Thermomanometer betrug96). Wenn die Tension des Dampfes größer ist, z.B. 30 bis 35 Grade, (welche Temperatur man bei den gewöhnlichen Concentrations-Apparaten so wie bei dem Verkochungs-Apparate des Hrn. Taylor anwendet,) so concentrire ich 5 Hektoliter stündlich eben so stark; vorläufig garantire ich aber als Maximum 4 Hektoliter. Ich bemerke Ihnen im Vorbeigehen noch, daß mein Saft so stark entwässert war, daß man ihn in keinem offenen Apparate weiter hätte einengen können, weil er darin ganz als Schaum emporgestiegen wäre.“

„So lange der Saft in dem Apparat verweilt (und jedes Kilogramm, wenn ich dieses Gewicht zur Einheit nehme, bleibt darin höchstens 5 Minuten) ist er außer aller Berührung mit der Luft.“

96)

Dasselbe ist im polytechn. Journal Bd. XXV. S. 355. beschrieben.

A. d. R.