Text-Bild-Ansicht Band 33

Bild:
<< vorherige Seite

anwendet, welche auf eine besondere Art vorbereitet ist. Die Kohle, welche so angewandt wird und wovon 50 Kilogr. 12 Fr. kosten, entfärbt nach seiner Versicherung viel stärker als nach den gewöhnlichen Methoden. Er nimmt von dieser Kohle bis 25% vom Gewichte des Zukers, an Statt 10%. Ich habe unvollständige Versuche über diesen Gegenstand angestellt, und ich gestehe, daß ich nicht wohl einsehe, warum diese Kohle viel stärker entfärben soll als die gewöhnliche Kohle in dem Zustande, worin man sie gewöhnlich mit Filtern, die nur unten ablaufen, anwendet. Ich behalte mir vor, meine Versuche sobald als möglich wieder aufzunehmen, um über diesen Gegenstand in's Reine zu kommen, und ich werde sodann die Resultate bekannt machen. Was mir eine gute Meinung von diesem Verfahren einflößen könnte, ist dieses, daß die HHrn. Blanquet und Harpignies, welche es geprüft haben, gute Resultate damit erhalten zu haben versichern; andererseits wollen aber jene Fabrikanten diese Filter (ich sehe nicht ein weßwegen) bloß zu derjenigen Klärung empfehlen, welche Behufs der Krystallisation angestellt wird, und nicht für denjenigen Syrup, welcher verkocht wird; man sagt, daß man im lezteren Falle bei einer Arbeit im Großen mit Schwierigkeiten zu kämpfen habe. Hr. Bernard zu Sussy versuchte das Filter des Hrn. Dumont ohne Erfolg; hingegen soll es Hr. Bucquet zu Roissy anwenden, um sehr schöne Producte durch Verkochen zu fabriciren. A priori kann ich nicht wohl alle Vortheile, welche das Filter des Hrn. Dumont gewähren soll, deduciren, wenn aber die Erfahrung, wie es allen Anschein hat, dafür spricht, so muß irgend eine Erscheinung dabei Statt finden, welche die Theorie nicht voraussieht und die einer Untersuchung bedarf. Die gewöhnliche Klärung durch Filtriren oder Absezen wird bei diesem Filter nicht erspart und es scheint im Gegentheil dringend nöthig, daß man den Syrup wohl von allen unauflöslichen Substanzen befreit, in dasselbe bringt.

Wenn ich manchmal bei der Klärung den Syrup säuerte und zu viel Säure zusezte, so verbesserte ich stets diesen Fehler ohne Nachtheil durch krystallisirtes kohlensaures Natron; man kann sich in einem solchen Falle auch sehr gut der Kalkmilch bedienen.

Wenn man kalten Syrup oder solchen, dessen Temperatur unter 75° C. (60° R.) ist, zur Klärung nimmt, so kann man alsogleich das Ochsenblut zusezen, welches bei dieser Temperatur nicht gerinnt, und hierauf die thierische Kohle bei 90 oder 95° C. (72 oder 76° R.)

Es ist unumgänglich nöthig, daß man sich überzeugt, ob der geklärte Syrup viele Klumpen enthält; sollte dieses nicht der Fall seyn, so wird das Filtriren schlecht vor sich gehen und unvollständig seyn. Wenn der Syrup nicht klümprig genug ist, so hat man entweder zu