Text-Bild-Ansicht Band 33

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Dampf als das Verdichtungswasser einen regelmäßigen Gang erhält und daher jede Röhre den Dienst leisten kann, welchen man von ihr erwartet. Die Gitter sind sehr schlechte Apparate, worin der Dampf sich ungleichförmig vertheilt, und ich halte den Apparat der HHrn. Drouault, welchen wir in unserem lezten Hefte mitgetheilt haben103), und für welchen Hr. Pecqueur die Priorität der Erfindung in Anspruch nimmt, für nicht viel vorzüglicher. Ich bestreite ihm diese Priorität eben so wenig als die Erfindung des Namens Compensations-Gitter, welche täuschen kann, aber im Grund nichts bezeichnet, weil bei dem Gitter des Hrn. Pecqueur eben so wenig als bei den gewöhnlichen Gittern eine Compensation Statt findet. Es wird hier also bloß der Name eines sehr sinnreichen Apparates der Uhrmacher mißbraucht, ohne daß man auch nur eine Spur seines Princips und seiner Eigenschaften wieder auffinden könnte. Ich will hier die Bemerkung, welche ich bei Mittheilung des Apparates der HHrn. Drouault machte, wiederholen, daß ich ihn nämlich bloß wegen des Verfahrens den Dampf zuzulassen und wegen Verringerung der Anzahl der Löthungen aufführte, ohne ihn jedoch den Maschinisten und Fabrikanten zu empfehlen.

Hinsichtlich des Verkochens im leeren Raume brauche ich bloß auf dasjenige zu verweisen, was ich über das Abdampfen im leeren Raume gesagt habe. Ich glaube daß diese complicirten Apparate ganz unnüz sind, weil man mit ihnen kein Atom krystallisirten Zuker mehr erhält, als nach den guten gewöhnlichen Verfahrungsweisen.

Ich werde eine besondere Arbeit über die Dampfapparate und ihre beste Einrichtung in Bezug auf Ersparniß an Brennmaterial, so wie an Kosten bei ihrer Anschaffung und Unterhaltung unverzüglich bekannt machen. Man wird daraus ersehen, daß keiner der gewöhnlichen Dampfapparate in dieser Hinsicht Genüge leistet und daß die meisten Mechaniker sie nur complicirter machen, an Statt sie zu vereinfachen.

Kühlpfanne.

Wenn der Syrup in einem schlechten Zustande ist, oder wenn man ihn aus sehr verdorbenen Wurzeln darstellte, so hat er eine Neigung beim Verkochen zu schäumen, die er in der Kühlpfanne beibehält. Um das Aufschäumen zu beseitigen, ist es dann dringend nöthig, die Temperatur des Syrups so schnell als möglich auf 85 oder 90° C. (68 oder 72° R.) zu erniedrigen, indem man die Kühlpfanne der Kälte aussezt, oder sie in kaltes Wasser taucht, oder den Syrup in mehreren metallenen Gefäßen vertheilt. Wenn hingegen der Syrup gut ist,

103)

Er erschien in diesem Bande S. 99. des polyt. Journals.

A. d. R.