Text-Bild-Ansicht Band 33

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vollkommen ausgereift, so daß es keiner weiteren Behandlung desselben in dieser Hinsicht mehr bedarf.

Hr. Van Dyk versichert, daß er nichts Schöneres gesehen habe, als diese Fässer, und daß er nur an den aufgedrukten Buchstaben bemerken konnte, wo die Dauben an einander gefügt waren.

Hr. G. Moll bemerkt in einer Nachschrift, daß der Dampf zum Binden der Fässer in Glasgow angewendet wird, obschon er nicht bestimmt wisse, wie. Er empfiehlt Dampf von einem höheren Druke, ungefähr von 5 Pfd. auf den □ Zoll.

LXV. Hrn. Roth's Apparat, um Syrupe im leeren Raume zu verdampfen.

Aus dem Industriel. Mai. 1829.140).

Mit Abbildung auf Tab. VI.

Dieser in Frankreich erst vor Kurzem eingeführte Apparat, auf welchen der Erfinder ein Brevet nahm, zeichnet sich durch seine große Einfachheit aus. Ein kupferner, hermetisch geschlossener Kessel und einige hölzerne Kufen sind gewisser Maßen Alles, was hierzu nöthig ist. Den leeren Raum erzeugt der Dampf, welcher später durch kaltes luftleeres Wasser verdichtet wird. Das Verfahren bei diesem Apparate ist äußerst einfach: man braucht weder Pumpe, noch irgend ein Hülfsgeräthe, oder irgend eine Triebkraft. Der leere Raum wird ohne alle Luftpumpen erhalten und unterhalten, deren sich Howard bei seiner Erfindung, in luftleerem Raume zu kochen, bediente; das zur Verdichtung des Dampfes nothwendige Wasser steigt für sich selbst in den zu seiner Aufnahme bestimmten Behälter, welcher sich in einer Höhe von 8 bis 10 Fuß über den Fußboden befindet. Ein etwas verständiger Arbeiter kann den Apparat leicht bedienen; denn der Dienst ist eben so einfach, als der Apparat selbst: es handelt sich nur darum, einige Hähne zu drehen. Das Kochen geschieht mittelst Dampfes von gewöhnlichem Druke, so daß hier auch nicht an die mindeste Gefahr zu denken ist. Die Probe wird nach dem Faden genommen. Man kann mittelst einer Art von Sonde, die an dem Kessel angebracht ist, etwas Flüssigkeit aus demselben nehmen, ohne daß Luft dadurch in den Kessel tritt. Dieses Instrument ist einfacher und bequemer.

140)

Wir theilen diesen Aufsaz mit, so wie er uns eingesendet wurde, ohne für das, was er ausspricht, verantwortlich seyn zu wollen. Wir haben übrigens unsere Meinung über den Werth des Systemes dieses Apparates in unserer lezten Abhandlung über den Runkelrüben-Zuker (man vergl. diesen Band des polyt. Journals S. 210.) frei geäußert.

A. d. O.