Text-Bild-Ansicht Band 33

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C ist eine Röhre aus Gußeisen, welche frei mit einem Wasserbehälter in Verbindung steht, der sich in einem höheren Niveau befindet, um dadurch eine gewisse Geschwindigkeit für den Ausfluß des Wassers aus dieser Röhre zu erhalten, der man den Namen des Körpers des Widders (corps du bélier) gibt. D ist eine metallne Klappe, die sich von oben nach abwärts in der Röhre C öffnet, und die Oeffnung I hermetisch schließen kann, durch welche ein Theil der Flüssigkeit entweichen muß. Die specifische Schwere dieser Klappe, die man Sperr-Klappe (soupape d'arrêt) nennt, darf nicht mehr als doppelt so groß, als die specifische Schwere des Wassers seyn: wir werden unten die Weise angeben, sie zu reguliren. K ist eine andere vierekige und senkrechte Röhre, die bei L mit der Röhre C in Verbindung steht. Sie hat an der Seite zwei Oeffnungen: eine derselben, M, ist mit einer Klappe N versehen, die man die Aufsteigungs-Klappe (soupape d'ascension) nennt; die andere Oeffnung O steht mittelst der Luft-Klappe P, von welcher weiter unten die Rede seyn wird, mit der äußeren Luft in Verbindung. Q ist eine metallne Gloke, die man den Luftbehälter (réservoir d'air) nennt, deren Rand in allen Punkten mittelst lederner Scheiben in vollkommenster Berührung mit jenen Stüken steht, auf welchen sie ruht. Sie wird auf denselben mittelst des Zaumes R festgehalten, welcher durch die Drukschraube S angezogen wird. T ist die Entladungs-Röhre, (tuyau de décharge), durch welche das Wasser auf jene Höhe geführt wird, auf welche man dasselbe heben will. Der ganze obere Theil des Apparates, mit Einschluß der Röhre K, heißt der Kopf des Widders (tête du bèlier.)

Wir wollen nun sehen, wozu diese Theile dienen. Das Wasser, welches aus dem oberen Behälter entweicht, füllt zuerst einen Theil der senkrechten Röhre, und erhält, indem es durch die Oeffnung I der Röhre C entweicht, eine Geschwindigkeit, welche, nach dem Geseze des Falles schwerer Körper, von dem Augenblike an, wo die Bewegung der Flüssigkeit beginnt, immer zunimmt, bis sie ein Maximum erreicht, welches von der senkrechten Höhe zwischen der Oeffnung des Ausflusses I und der oberen Wasserhöhe im Behälter abhängt. Allein, ehe dieses Maximum erreicht wird, wirkt es auf die Klappe D und bringt diese, durch einen raschen Stoß, gegen die Oeffnung I, durch welche die Flüssigkeit nun nicht mehr entweichen kann. Nun entwikelt sich jene epimenische Kraft, von welcher wir oben gesprochen haben, welche, indem sie nach allen Seiten hin wirkt, auf die Säule der Flüssigkeit K drükt, diese die Klappe N öffnen läßt, und auf diese Weise eine gewisse Menge Flüssigkeit in den Luftbehälter Q führt. Nun hört aber diese Kraft bald nach und nach zu wirken