Text-Bild-Ansicht Band 33

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Irland große Anstalten zur Cultur des Neu-Seeländ'schen Hanfes, des Phormium tenax, getroffen werden, und daß dieser daselbst, so wie in anderen Gegenden der vereinigten drei Königreiche, gut gedeiht: wir werden in Hinsicht auf Hanf nicht mehr von anderen fremden Völkern abhängen. Phormium tenax ist in Hinsicht seiner Blätter so sehr unseren Schwertlilien (Iris) ähnlich, daß sich kaum zweifeln läßt, daß es auf jedem nassen Boden gut gedeihen müsse. Eine Nachricht über den Bau dieser wichtigen Pflanze und einige Anleitung zur Gewinnung des Faserstoffes aus derselben finden sich in einem Aufsaze des Hrn. Salisbury im 46. B. S. 233 der II. Series des Repertory (Polyt. Journ. B. XIII. S. 386.) Die Fasern desselben sind um so viel stärker, als jene des Hanfes, daß nach den genauesten Versuchen, die hierüber auf der k. Seilerei zu Woolwich angestellt wurden, man nur drei Viertel derjenigen Menge, die man von Hanf nöthig hat, zur Verfertigung eines gleich starken Seiles braucht. Auf diese Weise würden demnach dadurch allein 25 p. C. am Hanf-Bedarfe erspart, was, abgesehen von politischen Verhältnissen, Vortheiles genug ist.

XCVIII. Neue und verbesserte Methode, Flachs und Schuster-Garn oder Schuster-Drath zu Schuhen, Stiefeln, zu Sattler-Arbeit, auch zu Segel- und anderem Tuche und Pakzeuge zu verfertigen, worauf Joh. Bartlett, Schuster-Drathfabrikant zu Chard, Somersetshire, sich am 16. Junius 1828 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. August. 1829. S. 479.

Die hier patentisirte Methode besteht lediglich darin, daß die hier aufgeführten Gegenstände mit Eichenrinde, oder mit anderer Rinde, welche Gerbestoff enthält, zubereitet werden. Es scheint durchaus dasselbe Verfahren, auf welches sich Robertson zeither ein Patent in Bezug auf Seiler-Arbeit ertheilen ließ („das wir oben S. 431. so eben mitgetheilt haben“), und wir verweisen unsere Leser auf die daselbst beigefügten Bemerkungen, welche vollkommen darauf anwendbar sind.