Text-Bild-Ansicht Band 33

Bild:
<< vorherige Seite

wird in die Seite dieser Kappe so eingefügt, daß es mit der unteren Kugel durch die Löcher des Pfropfens, wenn dieser in die gehörige Lage gedreht wird, in Verbindung steht, und dicht unter diesem Röhrchen steht ein Arm hervor, welcher ein kurzes Stük einer messingenen Röhre führt, das horizontal liegt, und zur Aufnahme und Beschüzung des Platinna-Schwammes gegen zufällige Verrükung dient. Das Ende eines dünnen Platinna-Drathes wird in eine kleine Schneke, oder in einen Spiral-Cylinder von zwei oder drei Windungen gedreht, indem man ihn um einen dikeren Drath oder um eine Glasröhre wikelt, und dann mit feuchter salzsaurer Ammoniak-Platinna belegt. Der hiermit belegte Platinna-Drath wird in der Flamme einer Weingeist-Lampe bis zur Rothglühe-Hize geglüht, wieder mit Platinna-Salmiak belegt und wieder gehizt, so daß er am Ende den Platinna-Schwamm von der Größe eines Pfefferkornes bis zu jener einer Erbse gibt. Der Drath wird dann an einem Ringe befestigt, der aus einem kurzen Stüke einer messingenen Röhre besteht, und genau so groß ist, daß, wenn er in die messingene Röhre am Ende des Armes eingeschoben wird, in derselben fest hält, so daß dann der Platinna-Schwamm in dem Mittelpunkte dieser kurzen Röhre genau vor der Oeffnung des kleinen Röhrchens in der messingenen Kappe hängt. In dem Arme, welcher aus der Kappe hervorsteht, ist zwischen der Oeffnung des kleinen Röhrchens und der Platinna, etwas nach einer Seite hin, ein Loch, das gerade weit genug ist, um eine Wachskerze aufzunehmen, deren Docht so gestellt ist, daß er das Ausströmen des Gases aus dem kleinen Röhrchen nicht hindert, jedoch nahe genug ist, um angezündet zu werden, wenn das Gas entzündet ist. An dem Theile der Glasröhre, welcher sich zwischen der Krümmung des Hebers und der unteren Kugel befindet, ist ein Kork angebracht, welcher an den Seiten gefurcht ist, damit nicht Theile der Zink-Späne in den gekrümmten Heber fallen.

Wenn man nun das Instrument zum Gebrauche füllen will, wird der messingene Pfropfen herausgenommen, und eine gehörige Menge schmaler Zinn-Späne von ungefähr zwei Zoll Länge (die von einem dünnen Stüke hämmerbaren Zink abgeschnitten werden) in die untere Kugel gebracht, die dann mit verdünnter Schwefelsäure, welche durch die obere Oeffnung eingegossen wird, beinahe voll gefüllt wird. Sobald als eine lebhafte Einwirkung sich zu zeigen beginnt, wird der Pfropf wieder eingerieben, und das Gas, welches sich in der unteren Kugel anhäuft, treibt die Säure in die obere Kugel hinauf, wo dieselbe dann den Zink verläßt, und die weitere Gas-Entwikelung aufhört. Nachdem nun die untere Kugel mit Wasserstoff-Gas gefüllt ist, wird, wenn man den Pfropfen dreht, ein Theil desselben durch