Text-Bild-Ansicht Band 46

Bild:
<< vorherige Seite

Diese Vortheile, verbunden mit der Ersparung an Brennmaterial, sind ohne Zweifel so wichtig, daß dagegen der geringe Kraftaufwand, welchen der Betrieb der Ventilatoren erfordert, gar nicht in Betrachtung kommen kann.

Wir glauben, daß man durch zwekmäßige Verbesserungen an den Dampfkesseln, den Feuerherden, und den hohlen Seitenwänden es auf diesem Wege dahin bringen kann, Resultate in der Ausübung zu erhalten, welche den nach der Theorie berechneten fast gleich kommen; denn es scheint nichts mehr im Wege zu stehen, daß die Luft, welche zur Verbrennung gedient hat, allen ihren Wärmestoff (wirksam und nüzlich) abseze, und daß alsdann das Brennmaterial beinahe mit derselben Wirkung verzehrt werde, welche man bisher nur in Calorimetern zu erhalten im Stande war.

Wir hatten weder Zeit, noch Gelegenheit, alle vortheilhaften Resultate gehörig zu würdigen, welche eine geeignete Anwendung der Ventilatoren oder jeder andern Gebläsemaschine bei verschiedenen Feuerungen bewirken kann; und übrigens ist auch die Theorie der Ventilatoren noch nicht genug bekannt. Wir glauben aber, daß es vom höchsten Interesse wäre, sich damit zu beschäftigen, und wir laden alle Mitglieder unserer Gesellschaft, welche hiezu Gelegenheit haben, zu Versuchen über diesen Gegenstand ein.

Schlußbemerkungen des Uebersezers.

Bei der bisher allgemein eingeführten Anordnung von Dampfwagen befindet sich der ganze Feuerherd mit dem Aschenfall und den Circulir- oder Rauch-Zügen im Innern des cylindrischen Kessels, wo diese Theile von allen Seiten von dem zu erhizenden Wasser umgeben sind, und folglich der aus dem Brennmaterial entwikelte Wärmestoff ganz, und ohne allen andern Verlust als den des Schornsteines, an das im Kessel enthaltene Wasser abgesezt wird; und da bei gleichem Flächeninhalte der Kreis den kleinsten Umfang, folglich der Cylinder bei gleichem Kubikinhalte die kleinste Wandfläche hat, so ist diese Gestalt von Kesseln auch der Abkühlung von Außen am wenigsten ausgesezt, und folglich in dieser doppelten Hinsicht, so wie in Bezug auf die möglichste Verminderung von Umfang und Gewicht, unstreitig die vortheilhafteste, die man vorschlagen kann. Die Construction der Herren Séguin und Comp. hingegen gleicht vollkommen derjenigen, welche bei den feststehenden (stationären) Maschinen schon längst eingeführt, und wo der Feuerherd unter dem Kessel angebracht ist; mit dem einzigen Unterschiede, daß die Seitenwände und Boden des Herdes und des untern Feuercanals, welche bei jenen Maschinen von