Text-Bild-Ansicht Band 46

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leicht geschehen. Ist der Canal fertig, so kann man das Both auch sehr leicht in ein Zugboth verwandeln, durch welches die Schiffe über die stärkere Strömung stromaufwärts geschafft werden können. Man nimmt nämlich die hölzernen Stößer und die Klopfer an der Welle ab, und ersezt sie durch eine hölzerne oder metallene Trommel, welche einen Theil der Welle umgibt, und die sehr leicht mit der Welle in Verbindung gesezt oder von ihr befreit werden kann. Das Tau, an welchem bisher das Both fest gemacht war, wird dann an diesen Trommel befestigt. Ist nun die Trommel lose an der Welle, so wird bloß diese leztere durch die Ruderräder getrieben; ist hingegen die Trommel an der Welle fest gemacht, so dreht sich diese mit der Welle, das Tau windet sich auf, und das Both bewegt sich stromaufwärts, und zieht die angehängten Schiffe mit sich. Ist man am Ende der Strömung angelangt, so befreit man die Trommel von der Welle, worauf das Zugboth wieder an seine frühere Stelle stromaufwärts treiben wird. (Aus Badbage's Economy of Machinery im Mechan. Magazine N. 464. S. 214.)

Ueber eine Maschine zum Zerschlagen der Steine für den Straßenbau und andere Zweke.

Die HH. Benjamin F. Lodge und Ezechiel T. Cox zu Zanesville, Ohio, ließen sich am 12. April 1832 ein Patent auf eine Maschine zum Zerschlagen der Steine für den Straßenbau und andere Zweke geben, mit welcher das Zerkleinern der Steine bedeutend erleichtert und beschleunigt werden soll. Diese Maschine, an welcher wir eben nichts besonders Wichtiges entdeken können, besteht aus einem gußeisernen Bodenstüke von beiläufig einem Fuß im Durchmesser, welches an seiner oberen Fläche concav, und übrigens mit Löchern versehen ist, durch welche die zerschlagenen Steine fallen können. Auf dieses Bodenstük fällt eine Ramme oder ein Hammer, welcher sich zwischen Pfosten bewegt, und der an seiner Fläche mit Vorsprüngen, die den Löchern entsprechen, versehen, und übrigens der Concavität des Bodenstükes angepaßt ist. Man hat bereits schon öfter gußeiserne Platten oder Blöke mit Löchern zum Zerkleinern der Steine angewendet; allein diese Blöke hatten eine ebene Fläche, und daher sprangen die zerschlagenen Steine nach allen Richtungen aus einander. Bei der neuen Maschine, die durch irgend eine Kraft in Bewegung gesezt werden kann, wird der Stein auf den ersten Schlag in mehrere Stüke zerschlagen, welche, da der Hammer so breit als das concave Bodenstük und convex ist, wie es heißt, nicht wegspringen können. (Aus dem Register of Arts. August 1832, S. 210.)

Ueber Girardet's Verfahren den Steindruk mit der Buchdrukerkunst zu verbinden.

Das höchst sinnreiche Verfahren, welches Hr. Girardet erfand, um den Steindruk mit der Buchdrukerkunst zu verbinden, und welches wir im Polyt. Journal Bd. XLIV. S. 211 mitgetheilt haben, ist nun bereits in mehreren Werken in Ausführung gekommen. Sowohl das Bulletin des sciences technologiques, als das Journal des connaissances usuelles und das Journal des connaissances utiles enthalten sehr gelungene Proben desselben, und gegenwärtig arbeitet Hr. Girardet an vielen Zeichnungen und Figuren, die in einem großen Werke neben dem Texte abgedrukt werden sollen, so wie dieß in England bisher mit den Holzschnitten üblich war. Das Verfahren zeigte sich sowohl für Landkarten, als für Zeichnungen von Gegenständen der Chemie, Physik, Naturgeschichte, Architectur etc. sehr gut anwendbar. Die Société d'encouragement nahm daher keinen Anstand dem Erfinder außer dem Preise von 2000 Franken auch noch die goldene Medaille erster Classe für seine so wichtige Entdekung zu ertheilen.

Stimpson's Verbesserungen in der Papier-Fabrikation.

Die Zahl der Apparate und Maschinen, welche man in Amerika patentiren läßt, und durch welche man die Papier-Fabrikation zu vervollkommnen glaubt, oder dieß wirklich zu thun trachtet, vermehrt sich von Jahr zu Jahr. Wir haben