Text-Bild-Ansicht Band 46

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oder Biegungen in das Zinnblech zu machen, wendet Hr. Bassett einen eisernen Cylinder mit Längenfurchen an, welche Furchen der Größe der Falten oder Furchen, die das Zinnblech bekommen soll, angemessen seyn müssen. Wenn der Rand des Zinnbleches aufrecht in den Einschnitt gebracht worden, wird der Cylinder so umgedreht, daß das Blech hart an die Wange des Blokes kommt, in welchem sich der Cylinder befindet. Auf diese Weise erhält das Blech schneller und genauer eine vollkommen gerade Biegung, als ihr auf irgend eine andere Weise mittelst eines Hammers gegeben werden kann.“

Foster's Verbesserungen an den Einstekschlössern.

Hr. Leonard Foster zu Boston, Massachusetts, ließ sich am 15. Februar 1831 ein Patent auf Verbesserungen an den Einstekschlössern (mortise locks) geben, nach welchen diese Schlösser nur die Hälfte der Breite und Dike fordern, die sonst für die gewöhnlichen Einstekschlösser nöthig ist, so daß folglich diese Art von Schloß auch an dünneren Thüren angebracht werden kann, ohne daß die Thüre dadurch zu sehr geschwächt wird. An Hrn. Foster's Schloß wird der Riegel mit einem sich drehenden oder schiebbaren Knopfe, der zwischen den Schildern (escutcheons) hervorragt, nach Vorwärts geschoben. Diese Schilder bestehen aus Metallplatten von drei Zollen im Gevierte. Da nun der Körper des Schlosses bloß zwei Zoll mißt, so gehen die Schrauben, mit welchen die Schilder befestigt sind, über und unter dem Schlosse in die soliden Theile der Thüre. An der inneren Seite der Thüre befindet sich ein kleiner Bolzen, der in den Hauptriegel paßt, und denselben an seiner Stelle hält. Soll das Schloß so eingerichtet werden, daß man es von Außen aufsperren kann, so kann man unter dem Riegel des Einstekschlosses, in welchem sich zur Ausnahme des Riegels des kleinen Schlosses ein Ausschnitt befindet, ein kleines Schloß, nach Art der Schiebladenschlösser, anbringen. Bei dieser Einrichtung hat man den Vortheil, daß man statt des großen nur einen kleinen Schlüssel mit sich zu führen braucht. Damit der Riegl beim Schließen der Thüre zurükspringen kann, ist die Platte an dem Pfosten der Thüre zum Schieben gerichtet, da die Dike des Riegels allein hiezu nicht hinreichen würde. (Aus dem Repertory of Patent-Inventions. Julius 1832, S. 23.)

Ueber einen amerikanischen Patent-Thürklopfer.

An einem großen Theile der Häuser in England und Amerika befinden sich statt der Hausgloken sogenannte Thürklopfer, die aus Eisen gegossen, und dann durch eine Löthung, durch Schrauben oder Nieten mit Messingplätten verbunden werden. Ein Hr. Increase Wilson zu New-London in Connecticut verfertigt nun aber solche Thürklopfer, an denen sich keine Schrauben oder Nieten befinden, sondern an denen das Eisen angegossen wird. Sein Verfahren, welches nichts als eine Art von Löthung ist, ist folgendes. Er gießt zuerst die Messingplatten und gießt dann auf die innere Fläche derselben Zinn, Blei oder andere Metalle, welche leichter schmelzen als Messing. Ist dieß geschehen, so bringt er die auf einer Seite mit Zinn, Blei oder einem anderen Metalle überzogenen Messingplatten, mit der überzogenen Fläche nach Oben gekehrt, in den Model, und gießt dann das Eisen darauf. Auf diese Weise soll das Eisen schneller und fester als durch irgend eine andere Löthung oder durch eine Vernietung mit dem Messing verbunden werden können.

Ueber das Schweißen von Eisen und Stahl.

Im XLVIII. Bande der Transactions of the Society of Arts befindet sich eine sehr ausführliche und schäzbare Abhandlung des Hrn. C. Varley über das Schweißen des Eisens und Stahles, auf welche mehrere englische Journale ihre Leser aufmerksam machen. Wir werden suchen einen Auszug derselben geben zu können.