Text-Bild-Ansicht Band 46

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Hr. Fiard d. ältere, Architect zu Gap, Dept. d. hautes alpes, erhielt die goldene Medaille mit Olivier de Serres's Bildniß, für seine Bauten an der Durance, wodurch dem Akerbau eine große Streke fruchtbaren Landes erobert wurde.

Hr. Graf Plinval erhielt dieselbe Medaille für die Bebauung einer großen vorher unbebauten Streke Landes auf seinem Gute zu Bergère, Dept. d. la Marne.

Hr. Marcellin-Vétillart, Oekonom zu Mans, Dept. d. l. Sarthe, erhielt dieselbe Medaille für verschiedene Verbesserungen in der Land- und Haus-Wirthschaft, und besonders für den Anbau von Fichten- und Tannen-Wäldern.

Hr. Godart Sohn, Maire zu Châlons, Dept. d. l. Marne, erhielt dieselbe Medaille, für die Wirkung der Thätigkeit der Oekonomen seines Bezirkes durch Gründung eines landwirthschaftlichen Comité.

Hr. Duverger, Oekonom zu Moulineaux bei Versailles, erhielt dieselbe Medaille für die Einführung und Vermehrung einer Heerde langwolliger Schafe von der Leicestershire-Race.

Bei dem Concurse für Werke, Abhandlungen und Beobachtungen im Gebiete der Thierheilkunde erhielten auf den Bericht des Hrn. Huzard folgende Verfasser Preise:

Hr. Delalande, Thierarzt zu Cesny-aur Vignes, Calvados; Hr. Lautier, Thierarzt zu Rennes; und Hr. Menot, Thierarzt beim 14 Chasseux-Regimente, erhielten die große silberne Medaille.

Hr. Jacob, Thierarzt beim 11. Dragoner-Regimente, erhielt die goldene Medaille mit Olivier de Serres's Bildniß.

Hr. Dehan, ehemaliger Militär-Thierarzt, und Hr. Taiche, Thierarzt zu Décise, erhielten die Ausgabe des Théâtre d'agriculture et ménage des champs, welche die Gesellschaft veranstaltet hatte.

(Aus dem Recueil industriel. August 1832, S. 144.)

Uhrmacherschule zu Paris.

Der Verfall der Uhrmacherkunst in Frankreich, welches früher unter allen übrigen Staaten hierin den ersten Rang einnahm, und besonders der Mangel an Leuten, die genaue Instrumente zu astronomischen und andern Beobachtungen zu verfertigen im Stande waren, veranlaßte schon unter dem unsterblichen Kaiser die Errichtung eines Institutes, in welchem junge Leute zu tüchtigen Künstlern gezogen werden sollten, und wirklich gezogen wurden. Der Restauration vom J. 1816 verdankte Frankreich bei seinen vielen andern Rükschritten auch die Unterdrükung dieses Institutes, welchem Hr. Berthoud vorstand. Erst jezt entschloß sich die Regierung, von einem eigenen Berathungs-Comité und von den dringenden Vorstellungen eines Arago, Thenard und Pouillet angetrieben, wenigstens in dieser Hinsicht wieder in die alte Bahn einzulenken. Sie hat nämlich bekannt gemacht, daß sie in Zukunft 6 Zöglinge bei Hrn. Perrelet, Professor der Uhrmacherkunst, unterbringen will, um sie zu tüchtigen Künstlern auszubilden. Der Curs beginnt mit dem 1. October 1832, und die Zöglinge, welche aufgenommen werden wollten, mußten sich vor dem 20. September zum Concurse melden. Als Vorkenntnisse forderte die Regierung, daß die Zöglinge Lesen und Schreiben können und sich die Elemente der Arithmetik, der Geometrie und der Zeichenkunst, so wie einige Uebung mit der Drehebank und der Feile umzugehen eigen gemacht haben. Kein Zögling darf über 18 und unter 14 Jahre alt seyn. Die Eltern oder Verwandten oder Vormünder derselben müssen für Bett und für Kleidung der Zöglinge sorgen; für das Uebrige sorgt die Regierung.

Andr. Ross's neue Theilungsmaschine.

Die Society of Arts zu London hat Hrn. Andrew Ross zu London, St. John's Square, ihre goldene Isismedaille und 50 Guineen für seine verbesserte Methode astronomische und mathematische Instrumente einzutheilen, und für seine kreisförmige Theilungsmaschine zuerkannt. Die ausführliche Beschreibung und Abbildung dieser Maschine ist in den Transactions of the Society of Arts Bd. XLVIII. S. 302 zu finden; von den englischen Journalen enthält aber noch keines