Text-Bild-Ansicht Band 42

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in ihrem Gange hervorbringen. Der Lenker, welcher die Pferde mit Leitseilen führt, geht hinter den Egen, und kann sich so von der vollbrachten Arbeit überzeugen.

Hr. Valcourt wendet zweispännige Egen mit 5 Stangen und 30 Zähnen von 12 Zoll Länge, oder vierspännige mit 6 Stangen und 36 Zähnen von 14 Zoll Länge an; in lezterem Falle sind die Stangen stärker und schwerer.

An den vier Eken der neuen Egen, Fig. 6 und 7 sieht man zwei vordere Regulatoren DD, und zwei hintere EE. Hängt man die Kette I in die Regulatoren DD, so ist die Ege gehoben, dringt weniger tief in die Erde und geht leichter; hängt man sie in die mittleren Löcher, so greift sie tiefer, und hängt man sie in die oberen, so greift sie noch tiefer. Will man weniger tief in den Boden eindringen, so hängt man die Kette in einen vorderen D und einen hinteren Regulator E, wo dann die Ege nach der Quere geht, und die Zähne senkrecht sind, statt daß sie, wie in den ersteren Fällen, nach Vorwärts geneigt sind. Die Stangen bilden dann einen rechten Winkel mit dem Gange der Pferde.

Will man einen Boden egen, in welchem Dünger eingepflügt ist, z.B. Erdäpfel, welche eben zu treiben anfangen, so hängt man die Kette in die hinteren Regulatoren EE, wo dann die nach Hinten gerichteten Zähne den Dünger nicht aufhaken, und nicht aus der Erde herausziehen können. Das Egen geschieht dann auch nicht so tief, aber die Ege macht keine Sprünge; übrigens kann man dieselbe auch beladen, so daß, wie Hr. de Dombasle sagt, ein und dasselbe Instrument nach den Umständen, unter welchen man es anwendet, und nach dem Zweke, zu dem man es benuzt, drei oder vier dergleichen Instrumente von verschiedenem Gewichte ersezen kann.

Fig. 1 zeigt, daß man, um zwei Egen mit einander zu verbinden, an jeder derselben zwei Eisenstäbe FF befestigen muß (zwei alte, schmale Räderbänder taugen dazu vortrefflich). Diese Bänder werden an jedem Ende mit einem Loche durchbohrt, durch welches die Bolzen G gehen, von welchen jeder einen doppelten Vorsteknagel hat. Vermöge dieser Einrichtung kann sich die Ege neigen, um der convexen Form des Grathes der Furchen oder der concaven Form des Grundes zweier Furchen zu entsprechen.

Wird das Ende der Kette, wie es gewöhnlich geschieht, in der Mitte der Ege, eingehängt, so weicht die Ege, wenn sie an einem ihrer Enden auf ein Hinderniß stößt, an dieser Seite aus, so daß sie wie ein Wagebalken hin und her schaukelt; wird aber die Kette an den beiden Seiten der Ege eingehängt, so kann kein solches Schaukeln Statt finden.