Text-Bild-Ansicht Band 41

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nach, welche, indem sie sich umdreht, den Cylinder nöthigt, sich aus seiner vertikalen Stellung in eine schiefe zu drehen, bis der Zapfen oder die Warze der Kurbel mit ihrer Achse in horizontaler, auf die Kolbenstange senkrechter, Stellung sich befindet, wo sodann der Cylinder wieder in seine erste Richtung zurükkehrt, und die Kurbelwarze ihre tiefste Stellung erreicht. Während nun auf diese Art die Hauptachse der Kurbel eine halbe Umdrehung vollendet hat, haben auch die beiden kleinen Achsen M und N eine halbe Umdrehung gemacht, und diese den beiden Steurungshahnen mitgetheilt: in dieser Lage communicirt der schräge Canal des unteren Hahnen mit dem Cylinder und dem Rohre Q, und der schräge Canal des oberen Hahnen mit der Atmosphäre durch die hohle Achse des Cylinders. Hierauf tritt der Dampf vom Kessel in den unteren Theil des Cylinders und treibt den Kolben aufwärts, und der ober demselben befindliche entweicht nach Außen. Man sieht demnach, daß die rükkehrende oder Wechselbewegung des Kolbens im Cylinder in eine beständige Radbewegung an der Kurbel sich verwandelt.

An der Achse des Schwungrades ist eine excentrische Scheibe angebracht, welche mittelst eines Zaumes und einer kurzen Stange den Hebel T, und die Speisepumpe für den Dampfkessel in Gang sezt, welche auf der II. Tafel (Fig. 4 und 5.) im Durchschnitt und Grundrisse nach einem größeren Maßstabe dargestellt ist; der Hahn Y dient dazu, die Wassermenge zu reguliren, welche durch die Röhre Z in den Kessel gedrükt werden soll. Die Heizer an den Dampfkesseln sind im Allgemeinen mit dieser Construction von Speisepumpen zufrieden, da sie bequemer zu behandeln und wirksamer als die gewöhnlichen, bei Maschinen mit hohem Druke angebrachten Speisepumpen sind. Die Figuren 6, 7 und 8., Taf. II., stellen das allgemeine Gelenke vor.

Diese Maschine ist zuerst von der industriellen Gesellschaft von Mülhausen untersucht worden.

Hr. Rudler liefert hier den ganzen Bericht des mechanischen Ausschusses dieser Societät, welcher keineswegs günstig für diese Maschine ausfiel, und von welchem wir im polyt. Journ., Juliusheft 1828 die Uebersezung im Auszüge gegeben haben; und er fährt dann fort:

Die Herren Cavé haben seit dieser Zeit keine Versuche anstellen lassen, aus welchen Resultate hervorgegangen wären, die sich von jenen der Gesellschaft unterschieden. Man hat zwar behauptet, jene Versuche wären nicht mit aller möglichen Genauigkeit angestellt worden, und die Maschine, mit welcher man selbe vornahm, hätte sich