Text-Bild-Ansicht Band 41

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in einem schlechten Zustande befunden. Dem sey indessen wie ihm wolle, aber ich kann hier diejenigen Versuche als vollkommen genau und gewissenhaft anführen, die Hr. Salleron, Lohe- und Farbehölzerfabrikant über eine Maschine anstellen ließ, welche die Herren Cavé ihm als eine Maschine von 16 Pferdekräften verkauft hatten. Diese Versuche sind von einem geschikten mechanischen Ingenieur zu Paris auf folgende Art vorgenommen worden:

Man brachte an der Achse des Schwungrades einen dynanometrischen Zaum (dem bekannten Kraftmesser durch Reibung von der Erfindung des Hrn. Prony) an, dessen beide Hebel in entgegengesezter Richtung sich das Gleichgewicht hielten. An dem äußersten Ende des einen dieser Hebel war eine Platte angehängt, auf welche man Gewichte legen konnte. Die Entfernung des Anhängpunktes von der vertikalen, die Achse des Schwungrades durchschneidenden Fläche war ein wenig veränderlich wegen des Spielraumes, welches man der Bewegung des Zaumes geben mußte; die mittlere Entfernung war Mètres 55 Centimètres.

Man brachte an der Maschine einen Dezimalzähler an, welcher jeden Augenblik die Zahl der Umdrehungen des Schwungrades genau angab.

Der Kessel wurde mit einem Manometer mit zusammengedrükter Luft versehen, in dessen Röhre eine gefärbte Flüssigkeit die Stelle des Queksilbers vertrat. Da diese besondere Anordnung einige Zweifel erregte über die Genauigkeit dieses Instrumentes, so glaubte man demselben ein anderes mit Queksilber beifügen zu müssen, dessen Skale in Zehnteltheile von Atmosphären eingetheilt war.

Da man die Probe mit verschiedenen Geschwindigkeiten der Maschine machen wollte, so stellte man ein Pendel auf, dessen Länge nach verschiedenen, vorher berechneten, Werthen verändert werden konnte, um in einer Minute eine bestimmte Anzahl von Schwingungen zu machen, nach welchen die Geschwindigkeit der Maschine regulirt werden konnte.

Nachdem Alles auf diese Art angeordnet war, ließ man das Feuer, welches schon seit einiger Zeit brannte, erneuern, und ohne die Menge der schon verbrauchten Kohlen in Anschlag zu bringen, sezte man zwei Maße von Steinkohlen, jedes von einem halben Hectoliter, welche zusammen 80 Kilogrammen wogen, in Bereitschaft, um solche später dem Heizer abzuliefern, und nun gab man dem Zaume eine solche Spannung, daß seine Bewegung gleichförmig wurde.

Um 11 Uhr 45 Minuten, als der Heizer Kohlen nöthig hatte, um das Feuer zu unterhalten, gab man ihm die beiden erwähnten Maße, mit deren Verbrauch er sogleich begann, und zugleich sezte man den