Text-Bild-Ansicht Band 41

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uns fortwährend. Wie wir oben gesehen haben, gelangen wir mit einer erhizten Fläche Eisenblech von 15 Fuß Länge auf 5 Fuß Breite, und mit einer anderen ähnlichen von 8 Fuß Länge auf 3 Fuß Breite, welche leztere Tag und Nacht arbeitet, was im Ganzen eine Oberfläche von 123 Fuß Eisenblech für 12 Stunden gibt, nur dahin 1000 Pfunde Kohle zu troknen. Wenn wir aber in Anschlag bringen, daß die Fläche von 75 Fuß nicht vollkommen erhizt ist, indem wir nur einen Herd brennend haben, so glauben wir schließen zu dürfen, daß eine gut erhizte Oberfläche von 5–600 Fuß hinreichen würde, um in 12 Stunden 6000 Pfunde Kohlen zu troknen, vorausgesezt daß sie, wie es bei uns der Fall ist, sorgfältig umgerührt werden. Es handelt sich aber nun darum, wie eine so große Fläche zugerichtet und erhizt werden könne, und in dieser Hinsicht glauben wir unseren Zwek erreichen zu können, wenn wir die Oberfläche über den Cylinderöfen noch viel weiter ausdehnen, als wir es bereits thaten; dessen ungeachtet wären aber 5–6 Oefen nothwendig, um in einem Tage 6000 Pfunde Kohle wieder zu beleben. Die Oberfläche eines jeden Ofens beträgt genau 36 Fuß; allein entfernt man den Rauchfang, so kann man auch die Wärme des horizontalen Zuges benuzen, welche vor ihrem Uebergange in den Rauchfang eine beliebig ausgedehnte Fläche Eisenblech bestreichen könnte. Wir wiederholen jedoch noch ein Mal, daß eine Fläche von 5–600 Fuß hinreichen würde. Sechs Cylinderöfen nehmen eine Linie von 36 Fuß ein, so daß, wenn der Rauchfang 15 Fuß hinter denselben steht, dieß ein Vierek von 36 Fuß Länge auf 15 Fuß Breite, oder eine Oberfläche von 540 Fuß gibt, die der verlangten Oberfläche entspricht.

Von dem Calciniren.

Das Calciniren geschieht in Reverberiröfen (siehe Fig. 18, 19, 20) und in Cylindern aus Gußeisen D, welche horizontal, auf ihre Achse gestüzt, und so über einander angebracht werden, daß sie gleichmäßig erhizt werden. In diesen Apparaten wird nun die thierische Kohle auf zweierlei Weise calcinirt oder wiederbelebt: entweder mit Zusaz von frischen oder neuen Knochen, oder ohne Zusaz von Knochen oder irgend etwas anderem.

Von dem Calciniren ohne Knochen.

Man bringt in jeden Cylinder 60–65 Pfunde ausgewaschene und sehr gut getroknete Kohle, wobei man den Cylinder Fig. 16 in einen hölzernen und an einer Seite offenen Dreifuß g bringt. Der untere Dekel wird vorher schon angebracht, der obere dann, wann der Cylinder voll ist. So wie dieß geschehen ist, verkittet man die Fugen mit Thon, und wenn sechs Cylinder auf diese Weise zugerichtet sind, so dringt man sie mit einem eisernen Karren Fig. 17, in den