Text-Bild-Ansicht Band 41

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Die Kohle erleidet beim Calciniren einen Verlust von 9 bis 10 Procent. 6480 Pfund, die aus 108 Cylindern mit 60 Pfund kommen, sind das Resultat einer sechstägigen Arbeit.

Die Kosten der Fabrikation sind:

6 Taglohne zu 1 Fr. 50 Cent., 6 zu 1 Fr. 40 Cent.,
13 zu 60 Cent. und 6 zu 50 Cent., zusammen

28 Fr.

20 C.
Brennmaterial 23 – 30 –
Abnuzung der Vorrichtungen 6 – 80 –
–––––––––––
Summe 58 Fr. 20 C.

Dieß gibt mithin 90 Centimen auf 100 Pfunde, oder 1 Fr. 80 C. auf 100 Kilogramme, wobei jedoch der Verlust von 10 Procent noch zu rechnen ist. Nehmen wir nun an, daß der Fabrikant 100 Kilogramme frische thierische Kohle um 20 Francs kauft, so müßte man noch 2 Fr. hinzufügen, so daß 100 Kilogr. wiederbelebte Kohle auf 3 Fr. 80 Cent. kämen. Wir glaube aber nicht, daß diese Kohle eben so gut ist, wie jene, welche mit 15 Procent neuer Kohle gemischt ist, und welche wir auf eine andere Weise erhalten.

Von dem Calciniren mit Zusaz von Knochen.

Die Zurichtung, das Verkitten, das Einschießen in den Ofen, so wie die Behandlung der Cylinder und des Ofens ist wie bei dem vorhergehenden Verfahren, bloß die Behandlung der Kohle ist verschieden. Man hakt Knochen mit einer Hake in Stüke, und füllt damit ein Maß, welches 9–10 Pfunde faßt. Beim Füllen des Cylinders bringt man nun abwechselungsweise ein Maß von beiläufig 6 Pfunden wiederzubelebender Kohle und eine Handvoll Knochenstüke in den Cylinder, bis derselbe auf diese Weise voll ist; die lezte Schichte muß aus Kohle bestehen. In diesem Zustande wird der Cylinder geschlossen, verkittet und auf die oben beschriebene Weise weiter behandelt. Ist der Brand beendigt und der Cylinder abgekühlt, so schüttet man dessen Inhalt, der aus einem Gemische von wiederbelebter Kohle und halbverbrannten Knochen besteht, in eine flache Kiste auf den Boden. Ein Kind wirft dieses Gemeng auf ein Sieb aus Zink oder leichtem Kupfer mit Löchern von 2–3 Linien im Durchmesser, auf welchem die Knochen zurükbleiben, während die Kohle, mit den kleineren Knochenstüken gemischt, schnell durchläuft. Diese Kohle muß daher noch gesiebt werden, und dieß geschieht mit einem gewöhnlichen Haarsiebe. Ein Kind, welches 50 Centimen des Tages erhält, ist im Stande täglich 1200 Pfunde durch das metallene Sieb und durch das Haarsieb gehen zu lassen. Es wäre übrigens zu wünschen, daß die Kohle noch ein drittes Mal gesiebt würde, um allen Kohlenstaub, der aus fremden Körpern bestehen könnte, und der für jeden Fall als