Text-Bild-Ansicht Band 41

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feine Kohle angewendet werden könnte, zu entfernen. Wir bringen in jeden Cylinder 50 Pfund wiederzubelebende Kohle und 10 Pfund ungebrannte Knochen; folglich enthalten die 6 Cylinder, aus denen Ein Brand besteht, 300 Pfunde Kohlen und 60 Pfunde Knochen. Die 60 Pfunde Knochen, welche halbgebrannt aus den Cylindern kommen, müssen noch ein Mal in den Ofen; sie werden hierzu etwas zerstoßen und in einen einzigen Cylinder gebracht, worauf sie zum zweiten Male gebrannt, und dadurch vollkommen calcinirt werden. Das Resultat unserer Erfahrungen hierüber in Hinsicht auf das erhaltene Product ist:

6 Cylinder, welche 302 Pfunde Kohle und 60 Pfunde Knochen enthielten, gaben 256 Pfunde Kohle und 46 Pfunde halbgebrannte Knochen.

Die 46 Pfunde halbgebrannte Knochen gaben nach dem zweiten Brennen 41 Pfunde Kohle, welche nur mehr zerkleinert zu werden brauchte.

Der Abgang kann freilich nach der Art und dem Zustande der Knochen mehr oder weniger bedeutend seyn. Man sieht auch, daß 302 Pfunde gewaschene und getroknete Kohle, welche sich in 6 Cylindern befanden, nur 256 Pfunde wiederbelebte Kohlen gaben, so daß ein Verlust von 15 Procent Statt hatte, der uns zu einigen Nachforschungen veranlaßte.

Wir brachten 200 Pfund frische thierische Kohle auf ein Filtrum, benuzten dieselbe auf die gewöhnliche Weise, und nahmen sie dann wieder herab; hierauf wuschen wir sie im Kessel ans und ließen sie abtropfen, wodurch wir 301 Pfund Kohlen erhielten, so daß sich hieraus ergibt, daß die nicht getroknete Kohle nach dem Abtropfen 33 Procent Wasser enthält. Wir werden jedoch sogleich zeigen, daß dieser Gewichtsüberschuß nicht lediglich aus Wasser besteht; wir ließen nämlich die 301 Pfund abgetropften Kohlen auf der Eisenblechplatte troknen, und erhielten dadurch 218 Pfunde, woraus sich ergibt: daß 1) der Ueberschuß, von welchem oben die Rede war, aus 22 Procent Wasser und 9 Procent Substanzen bestand, welche durch das Wasser nicht entfernt worden waren; 2) daß das ursprüngliche Gewicht der 200 Pfunde frischer, auf das Filtrum gebrachter, Kohle um 9 Procent vermehrt wird, so daß der Verlust von 15 Procent, der sich bei dem Calciniren ergibt, auf 6 Procent herabsinkt. Wir wollen jedoch annehmen, daß derselbe wegen des wirklichen Verlustes an Kohlen bei den verschiedenen Manipulationen 9 Procent betrage, besonders wenn der Kohlenstaub, der offenbar aus fremdartigen Körpern besteht, die durch das Waschen nicht ausgezogen, und durch das Feuer in Pulver verwandelt wurden, durch Sieben entfernt wird. Wenn sich nun hier