Text-Bild-Ansicht Band 41

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könnten, daß wir die Knochen vorher kochen ließen, um ihnen das Fett zu entziehen. Das Fett, welches man hierdurch erhielte, würde die Arbeit abbezahlen.

Die Menge der Cylinder, mit welchen man arbeitet, ist ein wichtiger Punkt in Hinsicht auf die Ausgaben; man braucht deren aus folgenden Gründen für jeden Ofen 18. Sechs Cylinder werden um 6 Uhr Morgens eingeschossen; um 11 Uhr werden sie rothglühend herausgenommen; sogleich werden dann 6 andere Cylinder in den Ofen gebracht, die zwischen 3 und 4 Uhr herauskommen, worauf abermals 6 neue Cylinder eingesezt werden, indem die zuerst gebrauchten noch nicht gehörig abgekühlt sind. Wir konnten bisher kein Mittel finden, um mit weniger Cylindern drei Brände des Tags zu machen, allein mit denselben 18 Cylindern lassen sich in einem Tage auch vier Brände machen; denn jene, welche um 11 Uhr aus dem Ofen kamen, können um 8 Uhr Abends kalt seyn, und neuerdings gebraucht werden. Bei diesem lezten Brande ist nur 2 1/2 Stunde lang Aufsicht nöthig; dann können sich die Arbeiter mit Zurüklassung eines guten Feuers zurükziehen.

Wir glauben hiernach, daß 4 gut besorgte, und mit 72 Cylindern versehene, Oefen für Bearbeitung einer Quantität Kohlen von 6000 Pfunden hinreichen würden. Die Cylinder müssen aus Gußeisen seyn, welches etwas geschmeidig ist, damit man einen neuen Schließhenkel an denselben anbringen kann, wenn zufällig einer brechen sollte. Jeder Cylinder wiegt 120 bis 130 Pfunde.

Zum Schlusse müssen wir noch bemerken, daß der Cylinder, welcher sich mitten über dem Feuer befindet, öfter umgedreht, und um eine Stunde früher herausgenommen werden muß, als die übrigen.

Beschreibung der verschiedenen Geräthe und Apparate zur Wiederbelebung der Kohlen.

Fig. 13 Kessel, in welchem die thierische Kohle ausgekocht wird; b der Ofen, auf welchem sich derselbe befindet. Der Kessel reicht, wie man bei c sieht, einige Zolle weit in das Gemäuer hinein; er wird mit Menschenarmen dirigirt; die Ringe d dienen dazu, um ihn aufzuheben, und auf den vorderen Theil des Ofens zu tragen.

Fig. 14, Zuber, der zuerst das Waschwasser, und später die Kohle aufnimmt, welche in dem Kessel 13 gesotten wurde.

Fig. 15, Umrührer aus Messing zum Umrühren der Kohle in dem Kessel; er hat die Gestalt einer Schaufel, und ist mit Löchern durchbohrt.

Fig. 16, Cylinder aus Gußeisen, in welchen man die getroknete Kohle bringt, welche calcinirt werden soll. Er ist an seinen beiden Enden durch die Dekel ee geschlossen, welche mittelst Ohren oder Henkeln, die sich an anderen, am Körper des Cylinders befindlichen, Ohren