Text-Bild-Ansicht Band 41

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Wänden des Ofens. Um diese Schließung noch vollständiger zu machen, verkittet man die Fugen mit Thon, wie er zum Ofenbaue dient.

Fig. 22. Thüre des Herdes.

XCIV. Ueber die Erhaltung der Kupferstiche und Zeichnungen in Rahmen.

In Nro. 40. des Hesperus wird ein Verfahren vorgeschlagen, Kupferstiche in Glas und Rahmen gegen Fleken zu schüzen. Der Einsender dieses Vorschlages hat insofern Recht, daß die kleinen lichtbraunen Fleken durch die Feuchtigkeit des Holzes und der Wand entstehen; aber vollkommen genügend ist die von ihm vorgeschlagene Methode doch nicht, um die Kupfer gänzlich zu schüzen. Schreiber dieses hat seit länger als dreißig Jahren folgendes Verfahren befolgt, und kein einziges seiner Bilder hat nur einen Hauch von Fleken bekommen.

Zuerst spannt man das Bild, nachdem es etwa eine oder zwei Stunden zwischen sehr feuchtem Drukpapier gelegen hat, auf ein ebenes Brett. Dieß geschieht aus folgendem Grunde. Das zu dem Druk der Kupferstiche verwendete Papier wird, wie bekannt, Behufs des Abdrukes der Platte stark angefeuchtet. Durch den scharfen Druk der Walze über die Platte wird das Papier so groß die Platte ist zusammengepreßt und ausgedehnt, während der überstehende Rand des Papiers seine ursprüngliche Stärke und Ausdehnung behält. Durch das Troknen des Papiers entstehen nun, so groß die Platte ist, Wolken, welche, wenn sie nicht gänzlich entfernt werden, und deren Wiedererscheinung unmöglich gemacht wird, sich an die Glastafel anlegen und nicht allein der Ansicht des Bildes Eintrag thun, sondern es auch nach und nach verderben. Denn da das Glas, sobald die Temperatur der Luft, in welcher es sich befindet, wärmer wird, mit einem feinen Schweiße anläuft, so liegt es in der Natur der Sache, daß diese Feuchtigkeit von dem Bilde angesogen wird, wodurch nach und nach kleine gelbe, unvertilgbare Stokfleken entstehen.

Ist nun das Bild nachdem es aufgespannt worden, wieder troken, so schneide man es genau in der Größe ab, in welcher es gefaßt werden soll. Auf diese Art, wo Platte und überstehender Rand gleichmäßig gedehnt und getroknet sind, werden alle Wolken verhütet.

Sodann ist es weit besser, statt der hölzernen Tafeln, welche