Text-Bild-Ansicht Band 94

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Wir lassen nun die Resultate der Untersuchungen des Hrn. Ebelmen über diesen Gegenstand folgen.

Erste Periode. – Im Moment, wo das gefrischte Roheisen, d.h. die Luppe, aus dem Feuer genommen wird, befindet sich im Herde nur mehr Kohlenklein. Die Formen sind bloßgelegt und die am Windstein ihr gegenüberliegende, schon erhizte Ganz wird mit Eisenabfällen, Schlaken bedekt und später sezt man noch die von der Luppe durch das Zängen losgehenden Theile hinzu. Endlich bedekt man Alles mit einem Hektoliter Kohle und gibt den Wind, aber noch nicht vollständig; der Herd wird mit Kohle beständig angefüllt und die armen Schlaken werden von Zeit zu Zeit herausgenommen.

Während dessen werden die beiden aus der gezängten Luppe erzeugten Anlaufkolben den Formen gegenüber allmählich der weißen Schweißhize ausgesezt, um die sich einander nähernden und zusammenschweißenden Theile dann ausschmieden zu können.

Hr. Ebelmen hat dargethan, daß in der mittlern Region, wo das Eisen der höchsten Temperatur des Herds ausgesezt ist, die den Strom der atmosphärischen Luft aus den Formen empfangende Kohle in Kohlensäure umgewandelt wird. Dieß beweist die Zusammensezung der Gase, welche er mittelst eines ähnlichen Apparats, wie er ihn zum Schöpfen der Gase aus dem Innern der Hohöfen anwandte, an der untern Fläche der Anlaufkolben auszog:

Kohlensäure 15,73 13,51
Kohlenoxyd 8,06 12,44
Wasserstoff 0,70 0,90
Stikstoff 75,51 73,75.

Zieht man die Gase auf der obern Fläche der Anlaufkolben aus, so überzeugt man sich vollends von dem Streben der Kohlensäure, durch die Berührung mit der Kohle in Kohlenoxyd überzugehen, denn sie bestehen aus:

Kohlensäure 7,70
Kohlenoxyd 20,31
Wasserstoff 0,37
Stikstoff 71,62.

Man ersieht aus diesen Analysen, wie der mittlere Theil des Herds, wo die unmittelbare Einwirkung des atmosphärischen Sauerstoffs auf den Kohlenstoff stattfindet, in seiner Ausdehnung beschränkt ist und wie unrichtig es wäre, ihn als einen von parallelen Flächen begränzten Raum betrachten zu wollen.

Während des Verfrischens verliert das Roheisen seinen Zusammmenhang und fällt in die untere Region auf die Schlaken,