Text-Bild-Ansicht Band 94

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Von der Form bis zum Kohlensak ist die aufsteigende Gassäule des mit Kohks und des mit Holzkohlen betriebenen Hohofens beinahe gleich zusammengesezt.

Es folgen hier Analysen des Gases eines mit Kohks und mit Wind von 130° C. betriebenen, 11 Meter hohen Hohofens, welche man mit jenen in meinem frühern Bericht (polytechnisches Journal Bd. LXXXV S. 33) vergleichen kann.

In der Nähe
der Form.
0,67 M. über
der Form.
Im großen
Kohlensak.
Kohlensäure 8,11 0,16 0,17
Kohlenoxyd 16,53 36,15 31,01
Wasserstoff 0,26 6,99 1,35
Stikstoff 75,10 62,70 64,47

Man kann sagen, daß die aufsteigende Gassäule, bei der Rast angekommen, keine Kohlensäure mehr enthält, und es muß nothwendig bemerkt werden, daß sich der Sauerstoff des Kohlenoxyds zum Stikstoff in dem Verhältniß befindet, in welchem diese Gase in der atmosphärischen Luft enthalten sind; es ist daraus zu schließen, daß das Erz der absteigenden Säule auf der Basis des Schachts angelangt, schon allen seinen Sauerstoff verloren hat, sonst müßte der Sauerstoff im Kohlenoxyd der aufsteigenden Säule, nachdem sie am Gipfel der Rast angelangt ist, zum Stikstoff in einem größern Verhältniß als in der Atmosphäre stehen.

Die aufsteigende Säule, in der Mitte des Schachts eines Kohks-Hohofens geschöpft, liefert bei der Analyse:

Kohlensäure 0,68
Kohlenoxyd 35,12
Wasserstoff 1,48
Stikstoff 62,72

woraus folgt, daß in der untern Hälfte des Schachts kaum ein Aufeinanderwirken der aufsteigenden und der absteigenden Säule stattfinden konnte, denn das Verhältniß des Sauerstoffs im Kohlenoxyd zum Stikstoff der aufsteigenden Säule, ist ziemlich dasselbe wie in der atmosphärischen Luft; daraus folgt, daß in der obern Hälfte des Schachts die Reduction des Erzes vor sich gehen muß. Wirklich besteht das an der Gicht ausgezogene Gas aus:

Kohlensäure 7,15
Kohlenoxyd 28,37
Wasserstoff 2,01
Stikstoff 62,47

Es geht sonach aus dem Verhältniß der Kohlensäure und aus